Was kostet eine Website? Preise, Faktoren und Angebote richtig vergleichen

22Orbit Redaktionam 09. Januar 2026· aktualisiert am 22. September 202611 Min. Lesezeit
Website-Kosten planen: Umfang, Inhalte, Technik und laufende Pflege als Budgetposten
Website-Kosten planen: Umfang, Inhalte, Technik und laufende Pflege als Budgetposten

Realistische Preisspannen für Onepager, Firmenwebsite und Lead-Website, die fünf wichtigsten Kostenfaktoren, laufende Kosten und eine Checkliste, mit der du Angebote fair vergleichst.

„Was kostet eine Website?“ ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht – und die im Netz am schlechtesten beantwortet wird. Entweder liest du „ab 299 €“ ohne Angabe, was dafür geliefert wird, oder „kommt drauf an“ ohne Erklärung, worauf. Beides hilft dir nicht, wenn du ein Budget planen oder drei Angebote nebeneinanderlegen musst.

Dieser Ratgeber richtet sich an Inhaber und Entscheider kleiner und mittlerer Unternehmen: Handwerksbetriebe, Praxen, Gastronomie, Händler, B2B-Dienstleister. Du bekommst:

  • eine Kurzantwort mit realistischen Preisspannen
  • die fünf Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen – und welche du selbst beeinflussen kannst
  • Tabellen mit Kosten nach Website-Typ und drei Beispielszenarien
  • die laufenden Kosten, die in fast keinem Angebot stehen
  • eine Checkliste, mit der du Angebote fair vergleichst
  • unsere eigenen Paketpreise als Orientierung

Wenn dich weniger der Preis als der Ablauf interessiert – also wie ein Projekt von der Anfrage bis zum Livegang läuft, wie lange es dauert und was du selbst liefern musst – lies den Ratgeber Website erstellen lassen: Ablauf und Timeline. Hier geht es ums Geld.

Kurzantwort: Was kostet eine Website?

Eine professionell umgesetzte Website für ein kleines oder mittleres Unternehmen kostet in den meisten Fällen zwischen 1.500 € und 10.000 € netto. Ein Onepager oder eine kleine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten liegt meist zwischen 1.500 € und 6.500 €. Eine Website mit mehreren Leistungsseiten, Landingpages und SEO-Grundlage kostet in vielen Projekten 5.000 € bis 15.000 €. Individuelle Funktionen wie Terminbuchung, Kundenportal oder Schnittstellen beginnen häufig bei 8.000 € und sind nach oben offen. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Pflege, die je nach Betreuung zwischen rund 30 € und 300 € pro Monat liegen.

Wenn du nur eine Zahl für die Planung brauchst: Für eine solide Firmenwebsite, die Anfragen bringen soll, sind 3.000 € bis 7.000 € ein realistisches Startbudget.

Wovon der Preis einer Website abhängt

Ein Angebot ist keine Preisliste für „eine Website“, sondern eine Schätzung von Arbeitszeit. Fünf Faktoren machen den Großteil dieser Zeit aus: Umfang, Inhalte, Design, Funktionen und Qualität. Die ersten beiden bewegen den Preis am stärksten – und genau die kannst du selbst beeinflussen.

Umfang: Seiten sind nicht gleich Seiten

Startseite plus drei Unterseiten ist ein anderes Projekt als 30 Seiten mit fünf Leistungen an drei Standorten. Zähle nicht nur Menüpunkte, sondern alle Seiten, die Google finden soll: Leistungsseiten, Standortseiten, Referenzen, Team, Karriere, Blog, Rechtliches. Jede davon braucht Struktur, Text, Bilder und einen Testdurchlauf.

Inhalte: der unterschätzte Posten

In vielen Projekten entscheiden die Texte über Preis und Dauer. Lieferst du fertige, gute Texte, sparst du spürbar. Entwickelt die Agentur die Texte, kostet das Zeit für Interviews, Struktur, Schreiben und Abstimmung – und liefert meist das bessere Ergebnis, weil Nutzen, Einwände und Handlungsaufforderung von Anfang an mitgedacht werden. Wie solche Texte aufgebaut sind, zeigt der Artikel Website-Texte, die verkaufen.

Design: Vorlage oder individuell

Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein individuelles Design. Für viele kleine Betriebe reicht das völlig. Individuelles Design lohnt sich, wenn du dich sichtbar von Wettbewerbern absetzen willst, deine Marke schon eine klare Gestaltung hat oder die Website Teil eines größeren Auftritts ist.

Funktionen: jeder Baustein ist ein Arbeitspaket

Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung mit Kalender, Bewerbungen mit Datei-Upload, ein Mitgliederbereich, ein Konfigurator oder die Anbindung an dein CRM – also die Software, in der du Kundenkontakte verwaltest – sind jeweils eigene Arbeitspakete mit eigenem Testaufwand. Stell dir bei jeder Funktion die Frage: Brauche ich das zum Start oder erst, wenn die Website läuft?

Qualität: das, was du im Angebot nicht siehst

Ladezeit, saubere Indexierung bei Google, rechtssicheres Tracking, Tests auf dem Smartphone, sinnvolle Fehlerseiten. Das steht selten als eigener Posten im Angebot, macht aber den Unterschied zwischen einer Website, die Anfragen bringt, und einer, die nur existiert. Als Orientierung für die Ladezeit gelten die Schwellen der Core Web Vitals: größtes sichtbares Element in unter 2,5 Sekunden, Reaktion auf Eingaben in unter 200 Millisekunden, kaum Layout-Sprünge.

Tipp: Frag bei jedem Angebot nach der geschätzten Stundenzahl und dem Stundensatz – auch bei Pauschalpreisen. Dann siehst du sofort, ob ein Anbieter 20 oder 80 Stunden kalkuliert, und kannst zwei Angebote überhaupt erst miteinander vergleichen.

Website-Kosten nach Typ: realistische Spannen

Die folgenden Spannen sind bewusst ehrlich. Je nach Branche, Inhalten und Anspruch geht es nach unten oder oben – aber du siehst, in welcher Größenordnung du dich bewegst.

Website-TypTypischer UmfangRealistischer RahmenPasst für
Onepager oder LandingpageEine Seite mit Angebot, Vertrauen, Ablauf, Kontakt1.200–3.500 €Ein Angebot, eine Zielgruppe, schneller Start
Kleine Firmenwebsite5–10 Seiten: Start, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt2.500–6.500 €Handwerk, Praxen, Gastronomie, lokale Dienstleister
Mittelgroße Website10–30 Seiten, mehrere Leistungen oder Standorte, Blog, SEO-Struktur5.000–12.000 €Wachsende Betriebe, B2B, mehrere Zielgruppen
Website mit individuellen FunktionenBuchung, Portal, Konfigurator, Schnittstellen, Web-Appab 8.000 €, nach oben offenBetriebe, die Prozesse digital abbilden
Website-Typen und typische Preisspannen (netto)

Onlineshops sind ein eigenes Thema mit eigener Kalkulation, weil Produktdaten, Zahlung, Versand und Rechtliches dazukommen. Was ein Shop kostet und welche Fehler Geld verbrennen, steht im Artikel Online-Shop: Kosten und typische Fehler.

Drei Szenarien, die Angebote greifbar machen

Damit „5.000 €“ nicht abstrakt bleibt, hier drei Szenarien, wie sie uns regelmäßig begegnen:

SzenarioWas enthalten istRealistischer Rahmen
StartklarStartseite plus 3–5 Unterseiten, Kontaktformular, saubere technische Basis, Texte und Bilder vom Kunden1.500–3.500 €
Wachstum5–10 Seiten, Struktur- und Textarbeit, SEO-Grundlage, Ladezeit-Optimierung, Tracking mit Einwilligung3.000–7.500 €
Lead-Website10–25 Seiten, mehrere Landingpages, Themen-Struktur, interne Verlinkung, Tracking und Consent vollständig eingerichtet6.000–15.000 €
Drei Szenarien im Vergleich

Mittelwert der drei Szenarien in €

Startklar2.500 €
Wachstum5.250 €
Lead-Website10.500 €
Mittelwert der drei Szenarien in €

Was den Unterschied ausmacht: „Startklar“ ist im Kern Umsetzung. „Wachstum“ ist Umsetzung plus Struktur und Inhalte. „Lead-Website“ ist Umsetzung plus Strategie, Content-System und Messbarkeit. Der Preis steigt nicht, weil mehr Seiten gebaut werden, sondern weil mehr gedacht, geschrieben und geprüft wird.

Budget-Check: Wo landet dein Projekt?

Beantworte diese sieben Fragen ehrlich. Je mehr „Ja“, desto weiter oben landet dein Projekt:

  1. Brauchst du mehr als acht bis zehn Unterseiten?
  2. Müssen Struktur und Texte erst entwickelt werden?
  3. Gibt es mehrere Zielgruppen oder Leistungen, die sauber getrennt erklärt werden sollen?
  4. Soll SEO von Anfang an mitgedacht werden – also Themen, interne Links und eigene Seiten pro Suchanfrage?
  5. Brauchst du Tracking und Cookie-Einwilligung sauber und rechtssicher?
  6. Müssen Formulare mehr können als „Kontakt“ – Termin, Upload, Weiterleitung an verschiedene Ansprechpartner?
  7. Sollen interne Abläufe abgebildet werden – Bewerbungen, Anfragen-Verteilung, CRM-Anbindung, Automatisierungen?

Null bis zwei Ja: Szenario „Startklar“ ist realistisch. Drei bis vier Ja: Du bist bei „Wachstum“. Fünf oder mehr Ja: Plane eine Lead-Website oder individuelle Umsetzung – und rechne nicht mit „schnell und günstig“.

Einmalige Kosten und laufende Kosten

Die meisten Budgets betrachten nur den Projektpreis. Eine Website verursacht aber zwei Kostenarten, und die zweite läuft, solange die Website online ist.

Einmalig im Projekt:

  • Konzept und Seitenstruktur
  • Design und technische Umsetzung
  • Inhalte: Texte, Bildauswahl, gegebenenfalls Fotoshooting
  • SEO-Grundlage: Indexierung, Meta-Angaben, interne Verlinkung, technische Prüfung
  • Einrichtung von Formularen, E-Mail-Versand, Tracking und Einwilligung
  • Tests, Livegang, Übergabe und Einweisung

Laufend im Betrieb:

PostenWas dahinterstecktWomit du rechnen solltest
Hosting und DomainServer, Speicher, SSL-Zertifikat, Domainname, E-Mail-PostfächerNiedriger zweistelliger Betrag pro Monat bei kleinen Websites
Updates und SicherheitSystem, Erweiterungen und Abhängigkeiten aktuell halten, Sicherheitslücken schließenStark abhängig vom System – bei WordPress mit vielen Plugins deutlich mehr Aufwand
Backups und ÜberwachungRegelmäßige Sicherungen, Erreichbarkeit prüfen, Fehler erkennenGering, wenn automatisiert – teuer, wenn es fehlt und etwas passiert
InhaltspflegeTeam, Jobs, Referenzen, Öffnungszeiten, Blogbeiträge aktualisierenEigene Zeit oder Stundenbudget bei der Agentur
WeiterentwicklungNeue Landingpages, neue Funktionen, Anpassung an neue ZieleProjektweise, meist einmal pro Jahr sinnvoll
Lizenzen und WerkzeugeBuchungstool, Newsletter, Consent-Lösung, Premium-ErweiterungenJe nach Tool von kostenlos bis mittlerer zweistelliger Betrag pro Monat
Laufende Kosten einer Website

In Summe liegen die laufenden Kosten in vielen Fällen zwischen rund 30 € und 300 € pro Monat – je nachdem, ob du nur Hosting zahlst oder eine Agentur Updates, Sicherheit und kleine Änderungen übernimmt. Was Wartung konkret umfasst und warum ungepflegte Websites zum Risiko werden, erklärt der Artikel Website-Wartung und Sicherheit.

Tipp: Rechne den Website-Preis auf drei Jahre hoch: Projektpreis plus 36 Monate laufende Kosten. Ein Angebot, das im Projekt 1.000 € günstiger ist, aber monatlich 60 € mehr an Wartung oder Lizenzen verursacht, ist nach drei Jahren das teurere.

Was im Angebot oft fehlt und später extra kostet

Wenn du Angebote vergleichst, prüfe, ob diese Punkte enthalten sind, als Option ausgewiesen werden oder gar nicht vorkommen:

  • Texte und Strukturarbeit – „Texte liefert der Kunde“ klingt günstig, verschiebt aber die Arbeit auf dich.
  • Bilder – Bildrecherche, Lizenzen für Stockfotos oder ein Fotokonzept für eigene Aufnahmen.
  • Tracking und Einwilligung – Cookie-Banner, Ereignisse wie „Formular gesendet“ oder „Telefonnummer geklickt“, saubere Konfiguration, die in der Regel erst nach Zustimmung misst.
  • Weiterleitungen beim Relaunch – alte Adressen müssen auf neue zeigen, sonst verlierst du Rankings. Die komplette Vorgehensweise steht in der Checkliste Relaunch ohne Rankingverlust.
  • Fehlerseite und Grundauswertung – damit du siehst, wenn etwas nicht funktioniert.
  • Rechtstexte – Impressum und Datenschutzerklärung erstellt die Agentur in der Regel nicht; dafür gibt es Generatoren oder deinen Anwalt.
  • Einweisung und Dokumentation – damit du Inhalte selbst pflegen kannst.
  • Wartung – Updates, Backups, Sicherheitskorrekturen nach dem Livegang.

Jeder dieser Punkte ist einzeln verhandelbar. Problematisch ist nur, wenn er im Angebot fehlt und erst nach dem Livegang als Rechnung auftaucht.

Angebote vergleichen: die Checkliste

Drei Angebote mit drei verschiedenen Preisen sagen dir nichts, solange du nicht weißt, was jeweils drin ist. Diese Fragen bringen Klarheit:

PrüfpunktFrage an den AnbieterWarnsignal
UmfangWelche Seiten sind enthalten – mit Namen?Pauschale ohne Seitenliste
InhalteWer schreibt welche Texte, wie viele Abstimmungsrunden sind enthalten?„Texte liefert der Kunde“ ohne Hilfe bei Struktur
DesignVorlage oder individuell? Wie viele Entwürfe und Korrekturschleifen?Keine Angabe zu Korrekturen
SEO-GrundlageWas genau ist enthalten: Sitemap, Meta-Angaben, Indexierung, interne Links?„SEO inklusive“ ohne Details
LadezeitWie wird die Performance geprüft, welche Werte werden angestrebt?Keine Aussage zu Ladezeit und Mobilgeräten
TrackingWerden Ereignisse und Einwilligung eingerichtet?„Google Analytics rein“ ohne Consent
QualitätssicherungWerden Mobilansicht, Formulare, Fehlerseite und Weiterleitungen getestet?Keine Testphase im Ablauf
Eigentum und ÜbergabeBekomme ich alle Zugänge? Laufen Domain und Hosting auf meinen Namen?Domain oder Hosting gehört dem Anbieter
WartungWas kostet die Betreuung nach dem Livegang, und ist sie freiwillig?Pflichtvertrag mit langer Laufzeit
ZahlungWie sieht der Zahlungsplan aus, wann wird was fällig?Volle Vorkasse ohne Meilensteine
Prüfpunkte für den Angebotsvergleich

Bei auffällig günstigen Angeboten frag zusätzlich nach: Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Wer übernimmt Inhalte, SEO und Weiterleitungen? Wie wird die Ladezeit geprüft? Was passiert nach dem Livegang? Ein seriöser Anbieter beantwortet das in fünf Minuten. Wer ausweicht, hat es nicht kalkuliert.

Baukasten, Freelancer oder Agentur?

Der Preis hängt auch davon ab, wen du beauftragst. Alle drei Wege haben ihre Berechtigung – aber nicht für jedes Ziel.

  • Baukasten, selbst gemacht: Geringe Einstiegskosten, schnell online, keine Abstimmung. Dafür zahlst du mit deiner Zeit, die Gestaltung ist begrenzt, Ladezeit und SEO sind oft schwächer, und die monatliche Gebühr läuft auf Dauer. Passt, wenn die Website nur Visitenkarte ist.
  • Freelancer: Oft günstigerer Stundensatz, direkter Kontakt, flexibel. Dafür hängst du an einer Person – bei Urlaub, Krankheit oder Auftragsspitzen wartest du. Selten deckt eine Person Text, Design und Technik gleich gut ab. Passt, wenn der Umfang klein ist und du selbst koordinieren kannst.
  • Agentur: Team mit Konzept, Text, Design und Technik, fester Prozess, Betreuung nach dem Livegang. Dafür höherer Preis und mehr Struktur auf beiden Seiten. Passt, wenn die Website Anfragen bringen soll und du verlässliche Umsetzung brauchst.

Eine Sonderfrage ist das System dahinter: WordPress, Baukasten oder eine individuell entwickelte Website. Das beeinflusst nicht nur den Projektpreis, sondern vor allem die laufenden Kosten für Updates und Sicherheit. Die Abwägung findest du im Artikel WordPress oder individuelle Website.

Die 22Orbit-Pakete als Orientierung

Damit du unsere Preise einordnen kannst, hier die Einstiegspreise unserer Pakete. Alle Preise netto.

PaketEinstiegspreisGedacht für
Starter-Websiteab 1.499 €Kleine Betriebe, die schnell einen sauberen, schnellen Auftritt brauchen
Hero-Websiteab 3.900 €Unternehmen, die mit der Website aktiv Anfragen gewinnen wollen
Individuelle Websiteauf AnfrageMehrere Standorte, Funktionen, Schnittstellen, besondere Anforderungen
Starter-Shop (Shopify)ab 3.960 €Händler, die mit einem überschaubaren Sortiment online verkaufen wollen
Hero-Shop (Shopify)ab 7.920 €Shops mit größerem Sortiment, individueller Gestaltung und Anbindungen
Website- und Shop-Pakete von 22Orbit (netto)

Einstiegspreise der 22Orbit-Pakete in €

Starter-Website1.499 €
Hero-Website3.900 €
Starter-Shop3.960 €
Hero-Shop7.920 €
Einstiegspreise der 22Orbit-Pakete in €

Bezahlen kannst du wahlweise monatlich über 12 Monate oder einmalig mit 10 % Rabatt. Die monatliche Variante hilft vor allem Betrieben, die den Betrag nicht auf einmal aus dem laufenden Geschäft nehmen wollen. Was in den Paketen im Einzelnen enthalten ist, steht auf der Webdesign-Seite. Für Unternehmen in Sachsen-Anhalt lohnt sich außerdem ein Blick auf die Fördermittel für Digitalisierung, bevor das Projekt startet.

Drei Beispiele: Betrieb, Ziel, Budget

Die folgenden Konstellationen sind typische Ausgangslagen, wie sie uns aus Magdeburg und der Region regelmäßig begegnen. Die Zahlen sind Größenordnungen, keine Angebote.

Elektrobetrieb mit fünf Mitarbeitenden

Ziel: Anfragen für Privatkunden und Bewerbungen von Auszubildenden. Sechs bis acht Seiten: Startseite, drei Leistungsseiten, Referenzen, Team und Karriere, Kontakt. Texte entstehen gemeinsam in einem Interview, Fotos macht der Betrieb selbst nach Anleitung. Tracking für Anrufe und Formular. Realistischer Rahmen: 3.500 € bis 6.000 €, also Szenario „Wachstum“.

Physiotherapie-Praxis in Stadtfeld

Ziel: neue Patienten, weniger Telefonanrufe für Standardfragen. Kleine Website mit Leistungen, Team, Anfahrt, häufigen Fragen und Anbindung an ein externes Buchungstool. Texte liefert die Praxis, die Agentur strukturiert sie. Realistischer Rahmen: 2.000 € bis 4.500 €. Ein Onepager wäre möglich, stößt aber bei mehreren Therapieangeboten schnell an Grenzen, weil jede Leistung bei Google eine eigene Seite braucht.

Zulieferer für Industrie mit zwei Standorten

Ziel: Anfragen von Einkäufern, Sichtbarkeit für Fachkräfte. 15 bis 25 Seiten, mehrere Leistungsbereiche, Referenzen, Zertifikate, Karrierebereich, zweisprachig. Struktur- und Textarbeit durch die Agentur, SEO-Themenplanung, Tracking. Realistischer Rahmen: 8.000 € bis 15.000 €, also Lead-Website.

Wann sich mehr Budget nicht lohnt

Mehr Geld ist nicht automatisch die bessere Entscheidung. In diesen Fällen ist die kleinere Lösung die richtige:

  • Du hast keine Zeit für Inhalte. Eine große Website mit dünnen Texten bringt weniger als eine kleine mit guten. Starte klein, baue aus, wenn die Inhalte da sind.
  • Dein Geschäft kommt nicht über die Website. Wenn du über Empfehlungen ausgebucht bist, reicht ein sauberer Auftritt, der bestätigt, was Kunden schon über dich gehört haben.
  • Dein Angebot ändert sich in den nächsten zwölf Monaten grundlegend. Dann ist eine kleine Website plus späterer Ausbau günstiger als ein großer Relaunch nach einem Jahr.
  • Du musst dringend online. Ein Onepager oder eine Starter-Website in wenigen Wochen, danach schrittweise erweitern – das ist besser als drei Monate ohne Website.

Umgekehrt lohnt sich mehr Budget fast immer, wenn die Website dein wichtigster Kanal für Anfragen ist, du in einem umkämpften Markt sichtbar sein willst oder mehrere Zielgruppen sauber getrennt ansprechen musst.

Häufige Fehler beim Website-Budget

  1. Nur den Projektpreis vergleichen – und die laufenden Kosten, Lizenzen und Wartung ausblenden.
  2. Inhalte nicht einplanen – dann steht die Website drei Monate fertig gebaut und wartet auf Texte.
  3. Alles auf einmal wollen – Blog, Buchung, Portal, Mehrsprachigkeit zum Start, obwohl erst einmal Anfragen wichtig wären.
  4. An der falschen Stelle sparen – Ladezeit, Tracking und Struktur sind unsichtbar, entscheiden aber über das Ergebnis.
  5. Domain und Hosting beim Anbieter lassen – ohne eigene Zugänge bist du beim nächsten Wechsel erpressbar.
  6. Keine Wartung einplanen – eine ungepflegte Website wird nach zwei Jahren zum Sicherheits- und Ranking-Problem.
  7. Förderung nicht prüfen – für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Sachsen-Anhalt immer wieder Programme, die einen Teil der Kosten tragen können.

Tipp: Wenn du eine bestehende Website hast und nicht weißt, ob ein Relaunch oder eine Überarbeitung günstiger ist: Lass sie erst prüfen. Häufig lassen sich Ladezeit, Struktur und Kontaktwege verbessern, ohne alles neu zu bauen. Ein kurzer Website-Check vor dem Angebot spart oft mehr, als er kostet.

Nächster Schritt

Wenn du selbst weiterplanen willst, hast du jetzt alles: Preisspannen nach Typ, die Faktoren, die du beeinflussen kannst, die laufenden Kosten und eine Checkliste für den Angebotsvergleich. Fülle den Budget-Check aus, schreib deine Seitenliste auf und kläre, wer die Inhalte liefert – dann bekommst du von jedem Anbieter belastbare Zahlen.

Wenn du ein konkretes Angebot willst: Schick uns Ziel, grobe Seitenliste und den Stand deiner Inhalte. Wir schätzen Aufwand und Preis realistisch ein – für Unternehmen in Magdeburg, Sachsen-Anhalt und deutschlandweit, mit festen Paketen als Basis und individueller Kalkulation, wenn dein Projekt mehr braucht.

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FAQ

Was kostet eine Website im Durchschnitt?
Für kleine und mittlere Unternehmen liegt der realistische Rahmen meist zwischen 1.500 € und 10.000 € netto. Ein Onepager oder eine kleine Firmenwebsite bewegt sich im unteren Bereich, eine Website mit mehreren Leistungsseiten, Landingpages und SEO-Grundlage im oberen. Individuelle Funktionen wie Buchung oder Kundenportal beginnen häufig bei 8.000 €.
Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?
Eine kleine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten, Kontaktformular und sauberer technischer Basis kostet in vielen Projekten 2.500 € bis 6.500 € netto. Bei uns beginnt die Starter-Website bei 1.499 € netto. Entscheidend ist, ob du Texte und Bilder selbst lieferst oder ob die Agentur sie entwickelt.
Warum unterscheiden sich Angebote für Websites so stark?
Weil hinter dem Wort Website völlig unterschiedliche Arbeitsmengen stecken können. Ein Anbieter kalkuliert eine angepasste Vorlage mit deinen Texten, ein anderer Konzept, Texte, individuelles Design, SEO-Grundlage und Tests. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Seitenliste, Inhalte, Funktionen und Qualitätssicherung konkret beschrieben sind.
Was ist im Website-Preis oft nicht enthalten?
Häufig fehlen Texte und Bilder, rechtssicheres Tracking mit Cookie-Einwilligung, Weiterleitungen bei einem Relaunch, die Wartung nach dem Livegang sowie Hosting und Domain. Auch Rechtstexte wie Impressum und Datenschutzerklärung liefert die Agentur in der Regel nicht. Frag bei jedem Angebot nach, welche dieser Punkte enthalten sind.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Hosting und Domain, Updates und Sicherheit, Backups, kleine Änderungen und gelegentliche Weiterentwicklung. Je nach System und Betreuung liegen die laufenden Kosten in vielen Fällen zwischen rund 30 € und 300 € pro Monat. Wer nur Hosting zahlt, liegt am unteren Ende, wer eine Agentur mit Wartung und Pflege beauftragt, am oberen.
Lohnt sich eine Website für 500 €?
Für einen Verein, ein Hobbyprojekt oder eine reine Visitenkarte kann das reichen. Für ein Unternehmen, das über die Website Anfragen gewinnen will, wird es meist teuer: Ladezeit, Sicherheit, Struktur und SEO fehlen, und die Nachbesserung kostet später mehr als der Unterschied zu einem soliden Angebot.
Gibt es Förderung für Websites in Sachsen-Anhalt?
Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Sachsen-Anhalt immer wieder Förderprogramme, deren Bedingungen und Laufzeiten sich ändern. Ob dein Website-Projekt passt, hängt von Betrieb, Vorhaben und aktuellem Programmstand ab. Wir prüfen das vor dem Projektstart gern gemeinsam mit dir.
Welche Informationen braucht eine Agentur für eine seriöse Kostenschätzung?
Das Ziel der Website (Anfragen, Bewerbungen, Verkauf, Vertrauen), die Zielgruppe, eine grobe Seitenliste, den Stand deiner Inhalte, gewünschte Funktionen und den Zeitrahmen. Hilfreich sind außerdem zwei bis drei Beispielseiten, die dir gefallen, und deine bisherige Website, falls vorhanden.