
Eine Website, viele Adressen: So legst du eine Hauptvariante fest, leitest sauber mit 301 oder 308 weiter, setzt Canonicals richtig und prüfst alles mit curl und Search Console.
Die meisten Websites sind unter mehr Adressen erreichbar, als ihre Inhaber ahnen. Mit www und ohne. Mit https und, wenn es schlecht läuft, auch noch mit http. Mit Schrägstrich am Ende und ohne. Dazu jede Adresse noch einmal mit Kampagnen-Parametern aus Newsletter und Anzeigen. Für dich ist das eine Seite. Für Google sind es unter Umständen acht.
Dieser Guide zeigt dir, wie du daraus eine saubere Struktur mit genau einer Hauptadresse machst – ohne Entwicklerkenntnisse, aber mit allen Details, die deine Agentur braucht. Du bekommst:
- eine Kurzantwort für alle, die nur die Regel wollen
- eine Einordnung, was doppelte Adressen dein Unternehmen konkret kosten
- eine Entscheidungshilfe für www oder ohne www, https und Trailing Slash
- den Unterschied zwischen 301, 308, 302 und 307 in verständlichen Worten
- die Regel für Selbstreferenz-Canonicals und den Umgang mit Parametern und Filtern
- Umsetzungshinweise für Next.js, WordPress und Shopify
- eine Prüfroutine mit curl und Google Search Console
Kurzantwort: eine Adresse pro Inhalt
Lege eine Hauptvariante deiner Domain fest, zum Beispiel https und ohne www, und leite alle anderen Varianten mit einem permanenten Redirect dorthin – mit 301 oder 308, beides wertet Google gleich. Entscheide dich zusätzlich für eine Schreibweise beim Schrägstrich am Ende und halte sie überall durch. Setze auf jeder indexierbaren Seite einen Canonical, der auf die Seite selbst zeigt, absolut mit Domain. Vermeide Weiterleitungsketten: Jede alte Adresse zeigt in einem Schritt auf das endgültige Ziel. Damit ist das Thema für die meisten Unternehmenswebsites dauerhaft erledigt.
Was doppelte Adressen dein Unternehmen kosten
Das klingt nach einem Problem für Technikverliebte. In der Praxis merkst du es an anderer Stelle:
- Deine Rankings verteilen sich. Verlinkt eine Zeitung deinen Betrieb unter der www-Variante und ein Branchenbuch unter der Variante ohne, zählt Google beide Empfehlungen auf getrennte Seiten. Statt einer starken Seite hast du zwei mittelmäßige.
- Deine Zahlen stimmen nicht. In der Auswertung tauchen dieselben Seiten mehrfach auf. Welche Landingpage wirklich Anfragen bringt, lässt sich kaum sagen.
- Google crawlt langsamer. Wenn ein Crawler dieselben Inhalte unter vielen Adressen abholt, bleibt weniger Zeit für neue Seiten. Bei großen Shops ist das spürbar.
- In der Suche steht die falsche Seite. Wir haben Fälle gesehen, in denen unter dem Firmennamen eine alte Unterseite erschien statt der Startseite.
- Links brechen. Wenn eine gedruckte Broschüre oder ein Fahrzeugaufkleber auf eine Adresse zeigt, die es nicht mehr gibt, landen Interessenten auf einer Fehlerseite.
Der gute Teil: Der Aufwand ist klein. Bei einer normalen Unternehmenswebsite ist das Thema in wenigen Stunden erledigt und danach für Jahre stabil.
Die Varianten, unter denen deine Website erreichbar ist
Bevor du etwas änderst, sieh dir an, was es überhaupt gibt. Diese Varianten gibt es fast überall:
| Variante | Beispiel | Problem | Lösung |
|---|---|---|---|
| Ohne Verschlüsselung | http statt https | Unsichere Verbindung, Warnung im Browser, doppelte Adresse | Permanent auf https weiterleiten |
| Mit und ohne www | www.deinedomain.de und deinedomain.de | Zwei getrennte Seiten aus Sicht der Suchmaschine | Eine Variante wählen, die andere weiterleiten |
| Schrägstrich am Ende | /webdesign und /webdesign/ | Zwei Adressen mit identischem Inhalt | Eine Schreibweise festlegen und erzwingen |
| Groß- und Kleinschreibung | /SEO und /seo | Auf manchen Servern zwei Seiten | Alles klein schreiben und umleiten |
| Kampagnen-Parameter | Adresse mit utm_source oder gclid | Beliebig viele Varianten derselben Seite | Canonical auf die saubere Adresse |
| Filter und Sortierung | Shop-Kategorie mit Sortierparameter | Hunderte fast gleiche Seiten | Canonical oder Crawling sperren |
| Startseiten-Datei | /index.php oder /home | Die Startseite existiert doppelt | Permanent auf den Wurzelpfad weiterleiten |
Ein schneller Test: Tippe deine Domain in vier Schreibweisen in den Browser – mit und ohne www, jeweils mit http und https. Landest du jedes Mal auf derselben Adresse in der Adresszeile, ist die Basis in Ordnung. Bleibt eine Variante stehen, hast du ein Duplikat.
Schritt 1: die eine Hauptvariante festlegen
Diese Entscheidung triffst du einmal und dann nie wieder. Schreibe sie auf und gib sie an alle weiter, die an der Website arbeiten.
https ist nicht verhandelbar
Jede Seite läuft über https. Zertifikate sind bei praktisch allen Hostern kostenlos enthalten. Ohne Verschlüsselung warnen Browser sichtbar, und das kostet Vertrauen genau in dem Moment, in dem jemand ein Kontaktformular ausfüllen will.
www oder ohne www
Für Suchmaschinen ist beides gleichwertig. Praktische Argumente:
- Ohne www ist kürzer, liest sich auf Visitenkarten und Fahrzeugen besser und ist heute der verbreitetere Stil. Wir nutzen selbst diese Variante.
- Mit www hat Vorteile, wenn du viele Subdomains betreibst oder besondere Anforderungen an Cookies und CDN-Konfiguration hast.
Wähle eine Variante und bleib dabei. Wechsel nachträglich ist möglich, aber immer mit ein paar Wochen Unruhe in den Rankings verbunden.
Trailing Slash: mit oder ohne Schrägstrich
Der Schrägstrich am Ende einer Adresse ist der am häufigsten übersehene Punkt. Für Suchmaschinen sind /webdesign und /webdesign/ verschiedene Adressen, solange beide mit Status 200 antworten.
Die Regel ist einfach: Entscheide dich, leite die andere Form permanent weiter, und verwende die gewählte Form überall – in der Navigation, in Fließtext-Links, in der Sitemap, in Canonicals und in Anzeigen. Welche Form du wählst, ist nachrangig. Viele Systeme bringen eine Voreinstellung mit: Next.js liefert standardmäßig ohne Schrägstrich aus, WordPress setzt ihn bei Seiten üblicherweise. Nimm die Voreinstellung deines Systems, dann gibt es am wenigsten Reibung.
Tipp: Schreib die Entscheidung in dein Projektdokument: „Hauptvariante ist https ohne www, ohne Schrägstrich am Ende, alles klein geschrieben.“ Dieser eine Satz verhindert, dass in zwei Jahren jemand versehentlich eine zweite Variante aufmacht.
Schritt 2: sauber weiterleiten mit 301 oder 308
Eine Weiterleitung sagt Browser und Suchmaschine: „Diese Adresse ist umgezogen, geh dorthin.“ Entscheidend ist, ob du dauerhaft oder vorübergehend weiterleitest. Nur eine dauerhafte Weiterleitung überträgt die gesammelten Signale auf das neue Ziel.
| Code | Bedeutung | Wann du ihn nutzt |
|---|---|---|
| 301 | Dauerhaft verschoben | Klassiker für Domain-Wechsel, geänderte Pfade, www-Vereinheitlichung |
| 308 | Dauerhaft verschoben, Anfrageart bleibt erhalten | Wie 301, technisch moderner – Standard bei Next.js und vielen Hostern |
| 302 | Vorübergehend gefunden | Nur für echte Übergangslösungen, etwa eine Wartungsseite |
| 307 | Vorübergehend, Anfrageart bleibt erhalten | Wie 302, moderner. Für SEO-Konsolidierung ungeeignet |
| 404 | Nicht gefunden | Seite existiert nicht und es gibt keinen sinnvollen Ersatz |
| 410 | Dauerhaft entfernt | Inhalt bewusst gelöscht – deutlicheres Signal als 404 |
Für alles, was bleiben soll, nimmst du 301 oder 308. Google behandelt beide identisch als dauerhaftes Signal. Der Unterschied liegt darin, wie mit abgeschickten Formularen umgegangen wird: Bei 308 bleibt die ursprüngliche Anfrageart erhalten, bei 301 darf der Browser sie in eine einfache Abfrage umwandeln. Für normale Seiten spielt das keine Rolle, bei Formular- und Schnittstellen-Adressen schon.
Die zweite wichtige Regel: Leite immer auf eine passende Seite weiter, nicht pauschal auf die Startseite. Wenn es keinen passenden Ersatz gibt, ist ein 410 ehrlicher und besser als eine Weiterleitung auf die Startseite, die Google als Soft-404 werten kann.
Weiterleitungsketten: der häufigste stille Fehler
Eine Kette entsteht Schritt für Schritt, meist über Jahre. Beispiel aus einem echten Muster:
http://www.beispiel.de/leistungen/webdesign
-> https://www.beispiel.de/leistungen/webdesign
-> https://beispiel.de/leistungen/webdesign
-> https://beispiel.de/webdesign
Drei Stationen, bevor der Besucher ankommt. Jede kostet Zeit, gerade auf dem Handy. Crawler folgen Ketten nur begrenzt, und bei jedem Sprung geht ein wenig Klarheit verloren.
So löst du es:
- Liste alle Weiterleitungsregeln auf, die es gibt – in der Serverkonfiguration, im CMS, in Plugins und beim Hoster. Weiterleitungen aus mehreren Quellen sind die Hauptursache für Ketten.
- Rechne jede Kette auf einen Schritt herunter. Die älteste Adresse zeigt direkt auf das endgültige Ziel.
- Prüfe auf Schleifen. Wenn A auf B und B wieder auf A zeigt, lädt die Seite gar nicht. Das passiert typischerweise beim Zusammenspiel von www-Regel und Schrägstrich-Regel.
- Aktualisiere interne Links. Eine Weiterleitung ist eine Notlösung für fremde Links. Deine eigenen Links sollten direkt auf die aktuelle Adresse zeigen.
Wenn gerade ein Relaunch ansteht, ist das Redirect-Mapping das Herzstück des Projekts. Wie du es aufbaust und was am Launch-Tag zu tun ist, steht in der Checkliste für den Relaunch ohne Rankingverlust.
Canonical: eine Empfehlung, kein Befehl
Ein Canonical steht im Kopfbereich einer Seite und nennt die bevorzugte Version dieses Inhalts:
<link rel="canonical" href="https://22orbit.de/webdesign" />
Drei Dinge musst du dazu wissen:
- Ein Canonical ist kein Redirect. Der Besucher bleibt auf der aufgerufenen Adresse. Nur die Suchmaschine bekommt den Hinweis, welche Version gewertet werden soll.
- Google darf ihn ignorieren. Der Canonical ist ein starkes Signal, aber keine Anweisung. Wenn er unlogisch ist, etwa auf eine Seite mit völlig anderem Inhalt zeigt, wählt Google eine andere Adresse. In der Search Console siehst du beides: die von dir angegebene und die von Google gewählte kanonische Adresse.
- Er sollte absolut sein, also mit https und vollständiger Domain – nicht als relativer Pfad.
Selbstreferenz: die Regel für jede Seite
Jede indexierbare Seite bekommt einen Canonical auf sich selbst, in der Schreibweise deiner Hauptvariante. Das klingt überflüssig, ist aber die wirksamste Einzelmaßnahme: Ruft jemand deine Seite mit einem angehängten Kampagnen-Parameter auf, sagt die Selbstreferenz sofort, welche Adresse gemeint ist.
Wann Redirect, wann Canonical?
| Situation | Richtiges Mittel | Begründung |
|---|---|---|
| Domain mit und ohne www erreichbar | Permanenter Redirect | Die Variante soll komplett verschwinden |
| http und https erreichbar | Permanenter Redirect | Nur die verschlüsselte Version darf bleiben |
| Schrägstrich am Ende uneinheitlich | Permanenter Redirect | Eine Schreibweise ist die richtige |
| Alter Pfad nach Relaunch | Permanenter Redirect | Besucher und Signale sollen mitziehen |
| Adresse mit Kampagnen-Parameter | Canonical | Die Adresse muss erreichbar bleiben, damit Auswertung funktioniert |
| Sortierung oder Ansicht in einer Liste | Canonical | Gleicher Inhalt in anderer Reihenfolge |
| Druckansicht oder Vorschau | Canonical oder Indexierung sperren | Inhalt gleich, nur andere Darstellung |
| Seite gelöscht, kein Ersatz | 410 oder 404 | Weiterleitung auf die Startseite schadet mehr, als sie nutzt |
Parameter, Filter und Kampagnen-Links
Parameter sind der Bereich, in dem Websites am schnellsten Duplikate erzeugen. Drei Gruppen, drei Umgangsweisen:
1. Kampagnen- und Tracking-Parameter wie utm_source, utm_campaign oder die Klick-Kennung aus Google Ads. Diese Adressen sollen erreichbar sein, sonst verlierst du die Auswertung deiner Newsletter und Anzeigen. Der Canonical zeigt auf die saubere Adresse, und in der Sitemap steht ausschließlich die saubere Form. Wie du Kampagnen sinnvoll auswertest, steht im Artikel zum Event-Tracking-Plan für Leads.
2. Filter und Sortierung, typisch in Shops und Projektlisten. Hier entstehen aus zehn Filtern schnell hunderte Kombinationen. Die Regel: Filterseiten ohne eigene Nachfrage bekommen einen Canonical auf die Hauptkategorie oder werden für Crawler gesperrt.
3. Filter mit echter Nachfrage. Suchen Menschen tatsächlich nach „Arbeitsschuhe Größe 44“, dann verdient diese Kombination eine echte Landingpage mit eigenem Titel, eigenem Text und eigenem Canonical – nicht nur eine Filteransicht. Was nach Suchnachfrage aussieht und was nicht, erkennst du an der Search Console und an den Vorschlägen der Google-Suche.
Die Grenze zwischen „sperren“ und „indexieren“ gehört sauber dokumentiert. Welche Bereiche du über die robots.txt vom Crawling ausschließt und welche über eine Indexierungssperre laufen, erklärt der Artikel zu Robots.txt, Sitemap und Indexierung.
Umsetzung: Next.js, WordPress und Shopify
Das Prinzip ist überall gleich, nur der Ort der Einstellung unterscheidet sich.
Next.js. Weiterleitungen pflegst du zentral in der Datei next.config.mjs in einer Funktion namens redirects. Eine Regel besteht aus Quelle, optionaler Bedingung, Ziel und der Angabe, ob sie dauerhaft ist. Als Schema sieht eine www-Regel so aus:
Quelle: alle Pfade
Bedingung: Host ist www.22orbit.de
Ziel: https://22orbit.de mit demselben Pfad
Dauerhaft: ja
Steht „dauerhaft“ auf ja, sendet Next.js einen 308, sonst einen 307. Canonicals setzt du über die Metadata-API pro Seite. Wie das zusammenspielt, steht im Guide zu Next.js SEO im App Router. Wichtig: Wenn dein Hoster, etwa Vercel oder Netlify, die www-Weiterleitung schon auf Domain-Ebene erledigt, brauchst du die Regel nicht zusätzlich in der Anwendung – sonst entsteht genau die Kette, die du vermeiden willst.
WordPress. Die Hauptvariante legst du in den Einstellungen unter Website-Adresse fest. Alles andere übernimmt in der Regel der Server über die Konfigurationsdatei oder ein Weiterleitungs-Plugin. Canonicals setzen SEO-Erweiterungen wie Yoast oder Rank Math automatisch als Selbstreferenz. Achte darauf, dass nicht mehrere Plugins gleichzeitig Weiterleitungen verwalten.
Shopify. Die primäre Domain wird im Adminbereich gesetzt, alle weiteren Domains leiten automatisch dorthin. Shopify setzt Canonicals selbst, unter anderem für Produkte, die über mehrere Kategoriepfade erreichbar sind. Eigene Weiterleitungen für alte Adressen pflegst du über die Weiterleitungsliste im Adminbereich – der wichtigste Punkt bei jedem Shop-Umzug. Mehr dazu im Guide zur Shopify-Entwicklung.
Prüfen mit curl und Search Console
Im Browser siehst du nur das Ergebnis, nicht den Weg. Diese drei Prüfungen decken fast alles auf.
1. Statuscode und Ziel einer Adresse ansehen. Im Terminal:
curl -I https://www.22orbit.de/webdesign
Die Antwort zeigt den Statuscode und bei einer Weiterleitung das Ziel in der Zeile location. Erwartest du einen 308 oder 301 und siehst einen 302, ist das Signal falsch. Mit der Option für das Folgen von Weiterleitungen siehst du jede einzelne Station und erkennst Ketten sofort. Den Befehl gibt es auf Mac und Linux von Haus aus, unter Windows über die Eingabeaufforderung oder PowerShell.
2. URL-Prüfung in der Google Search Console. Gib eine wichtige Adresse ein. Google zeigt, ob die Seite indexiert ist, welche Adresse du als kanonisch angegeben hast und welche Google selbst gewählt hat. Weichen beide voneinander ab, hast du ein Signalproblem – meist durch schwachen Inhalt auf der gewünschten Seite oder durch widersprüchliche interne Links.
3. Stichprobe über alle Varianten. Prüfe für drei wichtige Seiten alle Schreibweisen: http, https, mit www, ohne www, mit und ohne Schrägstrich. Alle müssen in einem Schritt auf derselben Zieladresse landen.
| Prüfpunkt | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|
| Alle Domain-Varianten aufrufen | Landen in einem Schritt auf der Hauptvariante |
| Statuscode der Weiterleitung | 301 oder 308, nicht 302 oder 307 |
| Anzahl der Stationen | Genau eine Weiterleitung, keine Kette |
| Canonical auf Leistungsseiten | Zeigt absolut auf die Seite selbst |
| Canonical auf Blogartikeln | Zeigt auf den Artikel, nicht auf die Übersicht |
| Adressen in der Sitemap | Nur Hauptvariante, nur Status 200 |
| Interne Links in Navigation und Footer | Zielen direkt, laufen nicht über Weiterleitungen |
| Gelöschte Seiten | 410 oder 404, keine Weiterleitung auf die Startseite |
Häufige Fehler und wie sie entstehen
- Canonical auf der ganzen Website zeigt auf die Startseite. Entsteht durch eine falsch gepflegte Vorlage. Wirkung: Unterseiten verschwinden aus dem Index.
- Weiterleitung pauschal auf die Startseite. Entsteht beim Relaunch aus Bequemlichkeit. Wirkung: Google wertet das oft als Fehlerseite, die Rankings der alten Seiten sind weg.
- Widerspruch zwischen Canonical und Weiterleitung. Der Canonical zeigt auf eine Adresse, die selbst weiterleitet. Wirkung: Das Signal wird verworfen.
- Regeln aus zwei Quellen. Hoster und Anwendung leiten beide um. Wirkung: Ketten oder Schleifen.
- Temporäre Weiterleitung, die dauerhaft bleibt. Entsteht als Schnelllösung, die nie korrigiert wird. Wirkung: Signale ziehen nicht mit um.
- Canonical auf eine gesperrte Seite. Die Zielseite ist per robots.txt vom Crawling ausgeschlossen. Wirkung: Google kann das Ziel nicht prüfen und ignoriert den Hinweis.
- Sitemap mit alten Adressen. Entsteht, weil niemand sie nach dem Relaunch aufräumt. Wirkung: Fehlermeldungen in der Search Console, langsameres Crawling.
Tipp: Prüfe diese sieben Punkte einmal im Jahr und immer nach einem größeren Website-Update. Das dauert eine halbe Stunde und verhindert Probleme, die sonst erst auffallen, wenn Anfragen ausbleiben. Eine kompakte Startkontrolle findest du in der Website Launch Checkliste.
Nächster Schritt
Wenn du es selbst machst: Entscheide zuerst die Hauptvariante, prüfe dann mit curl alle Schreibweisen, räume Ketten auf und ergänze die Selbstreferenz-Canonicals. In dieser Reihenfolge, weil jede Stufe auf der vorherigen aufbaut. Danach nimmst du dir Parameter und Filter vor.
Wenn du lieber jemanden draufschauen lässt: Wir prüfen Domain-Varianten, Weiterleitungen, Canonicals und Sitemap, räumen Ketten auf und dokumentieren die Regeln so, dass sie auch beim nächsten Umbau nicht verloren gehen. Für Unternehmen aus Magdeburg, Sachsen-Anhalt und deutschlandweit.



