
Wenn Google mehrere URL-Varianten findet, teilst du Signale auf. Typische Doppelungen:
http://vshttps://www.vs non-www/seitevs/seite/?utm_source=...
Wenn du das sauber löst, ist das einer der schnellsten technischen SEO-Wins: weniger Duplicate Content, klarere Signale, stabilere Indexierung.
Was ist ein Canonical (rel="canonical")?
Ein Canonical ist eine Empfehlung an Suchmaschinen:
„Diese URL ist die bevorzugte (kanonische) Version dieses Inhalts.“
Technisch ist das meistens ein Tag im <head>:
<link rel="canonical" href="https://example.com/seite" />
Wichtig:
- Canonical ist kein Redirect. Nutzer bleiben auf der URL, aber Google bekommt das Signal „bitte diese Version werten“.
- Google kann das Canonical ignorieren, wenn es unlogisch ist (z.B. Canonical auf eine andere Seite mit anderem Inhalt).
Redirects vs. Canonicals: Wann brauchst du was?
Du brauchst meistens beides, aber für unterschiedliche Probleme.
Redirects (301/308): für echte URL-Varianten, die du eliminieren willst
Beispiele:
http→httpswww→ non-www (oder umgekehrt)/seite/→/seite(oder umgekehrt)
Hier ist ein permanenter Redirect die saubere Lösung.
Canonicals: für „mehrere URLs, aber gleicher/ähnlicher Inhalt“
Beispiele:
- Tracking-Parameter (
?utm_*,?gclid=) - Sortierung/Filter, die denselben Content in Varianten ausspielen
- Pagination/Varianten-Seiten, wenn du bewusst nicht alles indexieren willst
Statuscodes kurz erklärt (301/308 vs 302/307)
- 301: permanent (historisch am bekanntesten)
- 308: permanent (wie 301, aber methoden-treuer – in der Praxis sehr solide)
- 302: temporär
- 307: temporär (wie 302, aber methoden-treuer)
Für SEO-Konsolidierung willst du in der Regel permanent (301 oder 308), nicht „temporär".
Schritt 1: Lege deine eine „Haupt-URL“ fest
Das ist die Grundlage. Entscheide dich konsistent für:
- https (praktisch immer Pflicht)
- www oder non-www (eins von beiden)
- Trailing Slash ja/nein (
/seitevs/seite/)
Beispiel: https://22orbit.de als Hauptvariante.
Dann:
https://www.22orbit.de/*→ 308 auf non-wwwhttp://*→ 308 auf https
Damit gibt es für Nutzer, Bots und Links genau eine Version.
Schritt 2: Canonical pro Seite sauber setzen (Next.js App Router)
Host-Redirects lösen die Basis (www/http/slash). Canonicals brauchst du trotzdem als Sicherheitsnetz, vor allem bei:
- Parametern
- ähnlichen Seiten/Varianten
- Content, der aus Versehen mehrfach erreichbar ist
In Next.js (App Router) kannst du Canonicals über die Metadata API setzen.
Beispiel:
export const metadata = {
alternates: {
canonical: "https://example.com/seite",
},
};
Wichtig: Canonical-URLs sollten in der Regel absolut sein (mit https + korrektem Host).
Schritt 3: Parameter & Tracking (UTM, gclid)
UTMs sind ok für Marketing/Analytics – aber für SEO willst du die „saubere“ URL.
- Tracking-URLs dürfen existieren.
- Der Canonical sollte auf die clean URL ohne Parameter zeigen.
Beispiel:
- Aufgerufen:
https://example.com/seite?utm_source=... - Canonical:
https://example.com/seite
Schritt 4: Redirect-Regeln in Next.js (Beispiel)
Wenn du Redirects in Next.js zentral pflegen willst, ist next.config.mjs ein typischer Ort.
Beispiel (Schema, muss zu deiner Domain/Strategie passen):
// next.config.mjs
const nextConfig = {
async redirects() {
return [
{
source: "/:path*",
has: [{ type: "host", value: "www.example.com" }],
destination: "https://example.com/:path*",
permanent: true,
},
];
},
};
export default nextConfig;
Hinweis: permanent: true entspricht in Next.js einem permanenten Redirect (typisch 308).
Schritt 5: Einmal richtig prüfen (damit es nicht „fast“ stimmt)
curl -Iauf alle Varianten (http/https, www/non-www, slash/no-slash)- Google Search Console: URL-Prüfung (welche URL ist kanonisch?)
- Sitemap enthält nur die URLs, die du wirklich als Canonical willst
Wenn du gerade eine Website launchst: Website-Checkliste Launch
Nächster Schritt
Wir können deine Redirect-/Canonical-Map einmal finalisieren, damit du nie wieder Duplicate-Content-Frust hast.


