Social Media Plan für 30 Tage: Realistischer Content-Plan für kleine Unternehmen

22Orbit Redaktionam 18. Januar 2026· aktualisiert am 22. September 20269 Min. Lesezeit
Content-Planung für Social Media: Redaktionskalender, Ziele, Zielgruppe und Auswertung
Content-Planung für Social Media: Redaktionskalender, Ziele, Zielgruppe und Auswertung

Tag-für-Tag-Plan, Hook-Vorlagen, Zeitbudget, Formate je Plattform und Kennzahlen – so bringt Social Media in 30 Tagen regelmäßig Anfragen, auch mit kleinem Team und ohne Agentur-Budget.

Die meisten kleinen Unternehmen posten, „wenn gerade Zeit ist“. Das Ergebnis: drei Beiträge in einer Woche, dann sechs Wochen Funkstille, dann ein schlechtes Gewissen. Social Media funktioniert so nicht – nicht, weil die Inhalte schlecht wären, sondern weil Regelmäßigkeit fehlt.

Dieser Guide gibt dir einen realistischen 30-Tage-Plan, der mit rund drei Stunden pro Woche funktioniert. Du bekommst:

  • eine Checkliste für das Profil-Setup, damit deine Beiträge überhaupt zu Anfragen führen können
  • eine ehrliche Entscheidungshilfe, welche Plattform zu deinem Unternehmen passt
  • einen Tag-für-Tag-Plan für vier Wochen mit Format, Thema und Handlungsaufforderung
  • Vorlagen für Hooks, Captions, Storys und Reels, die du direkt übernehmen kannst
  • Content-Ideen für Handwerk, Gastronomie, Praxen, Einzelhandel und B2B
  • die Kennzahlen, an denen du nach 30 Tagen erkennst, ob es sich lohnt

Geschrieben ist der Plan für Unternehmen mit kleinem Team: Inhaber, die Social Media nebenbei machen, oder Mitarbeitende, die das Thema zusätzlich übernommen haben. Er funktioniert für einen Handwerksbetrieb in Magdeburg genauso wie für eine Praxis, ein Café oder ein B2B-Unternehmen.

Was du in 30 Tagen erreichen kannst – und was nicht

Social Media muss für ein Unternehmen nicht „viral“ gehen. Für die meisten Betriebe ist Social Media erfolgreich, wenn es drei Dinge leistet:

  1. Vertrauen aufbauen, bevor jemand anruft: Wer dein Team, deine Arbeit und deine Kundenstimmen gesehen hat, fragt leichter an.
  2. Das Angebot verständlich machen: Was du machst, für wen, was es ungefähr kostet und wie der Ablauf ist.
  3. Regelmäßig Kontakte erzeugen: Nachrichten, Profilbesuche, Klicks auf die Website, Terminanfragen.

Realistisch nach 30 Tagen: ein Profil, das dein Unternehmen erklärt, ein fester Rhythmus, erste Reaktionen aus deinem Umfeld und die ersten Anfragen, die sich auf einen Beitrag beziehen. Nicht realistisch: tausende Follower oder ein voller Auftragskalender allein durch Posts. Die ersten 30 Tage sind dafür da, die Gewohnheit aufzubauen und herauszufinden, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe ankommen.

Tipp: Wenn deine Website Anfragen noch nicht sauber aufnimmt, arbeite parallel daran. Social Media bringt Besucher, die Website muss sie in Kontakte verwandeln. Wie das geht, steht im Landingpage Guide.

Bevor du postest: das Einmal-Setup

Der beste Beitrag verpufft, wenn das Profil nicht erklärt, wer du bist und wie man dich erreicht. Plane für diese Checkliste eine Stunde ein – sie wirkt jeden Tag der nächsten 30.

BausteinWoran du erkennst, dass es passt
ProfilnameEnthält Firmenname und Leistung, z. B. „Elektro Müller · Magdeburg“ statt nur „emueller_1987“
ProfilbildLogo oder Gesicht des Inhabers, auch klein noch erkennbar
Bio / BeschreibungBeantwortet in zwei Zeilen: Was bietest du, für wen, wo? Plus ein klarer nächster Schritt
Link in der BioFührt auf eine passende Seite (Leistung, Termin, Kontakt), nicht blind auf die Startseite
KontaktwegeTelefon, E-Mail oder WhatsApp sichtbar und mit einem Tipp erreichbar
Highlights / angepinnte BeiträgeDrei bis fünf Inhalte, die euch erklären: Angebot, Ablauf, Referenzen, häufige Fragen
Google UnternehmensprofilAdresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen aktuell, Link zu Social Media hinterlegt
Tracking und EinwilligungWebsite-Klicks aus Social Media sind messbar, Cookie-Banner ist sauber eingerichtet
Profil-Check vor dem ersten Beitrag

Für lokale Unternehmen gehört das Google Unternehmensprofil zum Setup dazu, weil viele Interessenten nach dem Instagram-Besuch noch einmal bei Google nachschauen. Was dort wichtig ist, erklärt der Guide zu lokalem SEO in Magdeburg. Wie du Klicks und Anfragen DSGVO-konform misst, steht im Artikel zu Cookie-Banner und Tracking.

Welche Plattform? Eine ehrliche Entscheidungshilfe

Der häufigste Fehler zum Start: alle Plattformen gleichzeitig. Wähle eine Hauptplattform, auf der deine Kunden wirklich sind, und nimm eine zweite erst dazu, wenn die erste vier Wochen stabil läuft.

PlattformPasst zuFormate, die dort funktionierenAufwand zum Start
InstagramGastronomie, Handwerk, Einzelhandel, Praxen, lokale DienstleisterReels, Storys, Karussells, Vorher-NachherMittel – Bilder und kurze Videos nötig
FacebookKunden über 35, Vereine, Stadtteil-Publikum, VeranstaltungenBeiträge mit Foto, lokale Gruppen, Events, Anzeigen mit PLZ-TargetingNiedrig – Beiträge lassen sich von Instagram übernehmen
TikTokJunge Zielgruppen, Ausbildung und Fachkräfte, Betriebe mit sichtbarer ArbeitKurzvideos aus dem Alltag, Serien, Antworten auf FragenMittel – regelmäßig Video, aber roh statt poliert
LinkedInIndustrie, B2B-Dienstleister, Beratung, ArbeitgeberauftrittFachbeiträge, Projekteinblicke, Personal Branding der GeschäftsführungNiedrig bis mittel – Text zählt mehr als Video
Google UnternehmensprofilJedes lokale UnternehmenBeiträge, Fotos, Angebote, BewertungenNiedrig – zehn Minuten pro Woche
Welche Plattform für welches Unternehmen

Faustregel: Lokale Kunden findest du auf Instagram und Facebook, Geschäftskunden auf LinkedIn, Nachwuchs auf TikTok. Das Google Unternehmensprofil läuft immer mit, weil es direkt in der Suche und in Maps erscheint.

Die 4 Content-Säulen, die immer funktionieren

Damit dein Profil nicht einseitig wirkt, verteile deine Beiträge auf vier Säulen. Jede Säule beantwortet eine andere Frage deiner Kunden.

1. Expertise: „Kennen die sich aus?“

Tipps, Anleitungen, Checklisten, Mythen aufklären. Beispiele: „Drei Fehler, die wir bei Badsanierungen ständig sehen“, „So erkennst du, ob dein Auto einen neuen Zahnriemen braucht“, „Was eine Praxis-Website unbedingt braucht“.

2. Vertrauen: „Machen die gute Arbeit?“

Kundenstimmen, Vorher-Nachher, Projekteinblicke, Bewertungen. Beispiele: Ein fertiges Projekt mit zwei Sätzen zur Ausgangslage, eine Google-Bewertung als Grafik, ein kurzes Video vom Kunden bei der Übergabe.

3. Angebot: „Was kostet das und wie läuft es ab?“

Leistungen erklären, Preisspannen nennen, Ablauf zeigen, häufige Fragen beantworten. Beispiele: „Was ist bei einer Dachreinigung inklusive – und was nicht“, „So läuft der erste Termin bei uns ab“, „Woraus sich unser Preis zusammensetzt“.

4. Persönlichkeit: „Wer steckt dahinter?“

Team, Werte, Arbeitsalltag, Standort. Beispiele: Vorstellung neuer Mitarbeitender, ein Blick in die Werkstatt am Montagmorgen, warum ihr bestimmte Materialien nicht mehr verwendet.

Tipp: Wenn du nur eine Säule bespielst, wirkt dein Profil entweder wie ein Werbekatalog (nur Angebot) oder wie ein privates Album (nur Persönlichkeit). Erst die Mischung erzeugt das Bild eines Unternehmens, dem man eine Anfrage schickt.

Rhythmus und Zeitbudget: drei Stunden pro Woche reichen

Für 30 Tage empfehlen wir einen festen Rhythmus, den ein kleines Team wirklich durchhält:

  • 3 Beiträge im Feed pro Woche, zum Beispiel Montag, Mittwoch, Freitag
  • 2 Story-Blöcke pro Woche mit jeweils drei bis sechs Slides, zum Beispiel Dienstag und Donnerstag
  • 1 Wiederverwertung pro Woche: ein starker Beitrag als Story, Reel oder in anderer Form noch einmal

Das ergibt im Monat 12 Beiträge, 8 Story-Blöcke und 4 Wiederholungen. Der Zeitbedarf:

AufgabeWannDauer
Strategie: Zielgruppe, Angebot, vier Säulen, zwei HandlungsaufforderungenEinmalig in Woche 11 Stunde
Produktion aller Beiträge und Storys der WocheEin fester Termin, z. B. Freitagnachmittag2 Stunden
Kommentare, Nachrichten, eine spontane StoryTäglich15 Minuten
Zeitbudget pro Woche

Der entscheidende Punkt ist der feste Produktionstermin. Wer jeden Beitrag einzeln „aus dem Bauch“ erstellt, ist nach zwei Wochen raus. Wer freitags alle Inhalte der nächsten Woche vorbereitet und vorplant, hat unter der Woche nur noch die Community zu betreuen.

Der 30-Tage-Plan Tag für Tag

Der Plan ist modular: Tausche Themen gegen deine Branche, behalte aber Reihenfolge und Mischung der Säulen bei. Jede Woche hat einen Schwerpunkt, damit dein Profil in 30 Tagen ein rundes Bild ergibt.

Woche 1: Positionierung und Vertrauen

TagFormatSäuleInhaltHandlungsaufforderung
1Beitrag (Foto oder Karussell)Angebot„Wem wir helfen und welches Ergebnis wir liefern“ – dein Unternehmen in drei Sätzen„Folge uns, wenn du …“
2Story-BlockPersönlichkeitRundgang durch Werkstatt, Praxis oder Büro, Team kurz vorstellenUmfrage: „Kanntet ihr uns schon?“
3Reel oder KarussellExpertise„Drei Fehler, die wir bei … ständig sehen“„Speichern für später“
4Story-BlockExpertise„Frag uns was“ mit Fragen-Sticker, Antworten am nächsten TagFragen-Sticker
5BeitragAngebot„So läuft ein Projekt bei uns ab“ in drei bis fünf Schritten„Schreib uns bei Fragen“
6WiederverwertungVertrauenBeste Antwort aus dem „Frag uns was“ als Beitrag–
7Pause–Kommentare beantworten, Zahlen kurz anschauen–
Woche 1: Positionierung und Vertrauen

Woche 2: Angebot und Einwände

TagFormatSäuleInhaltHandlungsaufforderung
8KarussellAngebot„Was ist bei … inklusive – und was nicht“„Angebot anfragen: Link in der Bio“
9Story-BlockAngebotEinen typischen Einwand auflösen („zu teuer“, „dauert zu lange“)Umfrage mit zwei Antworten
10BeitragAngebotHäufige Frage: „Was kostet das?“ mit ehrlicher Preisspanne und Einflussfaktoren„Preisliste per Nachricht“
11Story-BlockPersönlichkeitKurzer Einblick in den Arbeitsalltag, ein Handgriff, ein WerkzeugSlider-Sticker
12Beitrag oder ReelVertrauenMini-Referenz: Ausgangslage, Umsetzung, Ergebnis – mit Foto„Ähnliches Projekt? Melde dich“
13WiederverwertungAngebotBeitrag von Tag 8 als Story mit LinkLink-Sticker
14Pause–Nachrichten beantworten, Bewertungen anfragen–
Woche 2: Angebot und Einwände

Woche 3: Expertise mit klarer Umsetzung

TagFormatSäuleInhaltHandlungsaufforderung
15KarussellExpertiseCheckliste: „Das solltest du vor … prüfen“„Speichern und weiterschicken“
16Story-BlockVertrauenVorher-Nachher mit Wisch-Effekt oder zwei SlidesReaktions-Sticker
17ReelExpertise„So sollte … aussehen – und so nicht“ (Do und Don’t)„Kommentiere deine Frage“
18Story-BlockExpertiseUmfrage: „Welches Thema interessiert euch als Nächstes?“Umfrage
19BeitragPersönlichkeit„Das Werkzeug oder die Methode, die wir jeden Tag nutzen – und warum“„Folgen für mehr Einblicke“
20WiederverwertungExpertiseBestes Reel der Woche als Story, mit Ergebnis der Umfrage–
21Pause–Kommentare, Nachrichten, Zahlen notieren–
Woche 3: Expertise mit klarer Umsetzung

Woche 4: Anfragen und Wiederverwertung

TagFormatSäuleInhaltHandlungsaufforderung
22BeitragAngebot„Die eine Sache, die bei uns am häufigsten angefragt wird“„Termin sichern: Link in der Bio“
23Story-BlockVertrauenZwei bis drei Kundenstimmen als Grafik oder ScreenshotLink-Sticker zur Kontaktseite
24KarussellExpertiseRückblick: „Die drei wichtigsten Learnings aus diesem Monat“„Speichern“
25Story-BlockAngebot„Was passiert nach deiner Anfrage?“ – Ablauf in drei Slides„Schreib uns ‚INFO‘“
26BeitragPersönlichkeitTeam-Dank oder Blick nach vorn: „Das kommt im nächsten Monat“„Folgen“
27WiederverwertungVertrauenBeste Referenz des Monats noch einmal als Reel„Anfrage per Nachricht“
28 – 30Auswertung–Kennzahlen vergleichen, beste drei Beiträge notieren, Plan für den nächsten Monat–
Woche 4: Anfragen und Wiederverwertung

Wenn du nur ein Format schaffst, streiche zuerst die Wiederverwertung, dann die zweite Story. Die drei Feed-Beiträge pro Woche sind der Kern.

Vorlagen: Hooks, Captions, Storys und Reels

Hook-Formeln für die ersten zwei Sekunden

Der erste Satz entscheidet, ob jemand weiterliest oder weiterscrollt. Diese Einstiege funktionieren branchenübergreifend:

  • „Drei Fehler, die wir bei … ständig sehen.“
  • „Wenn du … willst, mach zuerst das: …“
  • „Vorher und nachher: So hat sich … verändert.“
  • „Was kostet …? Die ehrliche Antwort.“
  • „Das fragt uns jeder zweite Kunde: …“
  • „Bevor du … beauftragst, prüfe diese fünf Punkte.“
  • „So sieht ein ganz normaler Dienstag bei uns aus.“
  • „Das machen wir in Projekten nie – und warum.“

Struktur für Karussells und LinkedIn-Beiträge

  1. Erste Seite: Hook und klares Problem
  2. Zweite Seite: Warum das Problem entsteht
  3. Seiten drei bis fünf: Lösung in Schritten, je Seite ein Gedanke
  4. Letzte Seite: Zusammenfassung in einem Satz plus Handlungsaufforderung

Ablauf für einen Story-Block mit fünf Slides

  1. Frage oder Situation aus dem Alltag („Kennt ihr das?“)
  2. Kurzer Einblick als Foto oder Video
  3. Der eigentliche Tipp oder die Erklärung
  4. Interaktion: Umfrage, Fragen-Sticker oder Slider
  5. Nächster Schritt: Link, „Schreib uns“ oder Hinweis auf den Beitrag

Skript für ein Reel von 15 bis 30 Sekunden

  • Sekunde 0 bis 2: Hook als Text im Bild und gesprochen
  • Sekunde 2 bis 20: drei kurze Szenen, die den Tipp oder das Ergebnis zeigen
  • Letzte Sekunden: Ergebnis oder Fazit plus Handlungsaufforderung
  • Immer mit Untertiteln, weil die meisten ohne Ton schauen

Handlungsaufforderungen, die nicht aufdringlich wirken

  • „Wenn du das bei dir prüfen willst: Link in der Bio.“
  • „Schreib uns kurz ‚CHECK‘, dann schicken wir dir die Checkliste.“
  • „Fragen dazu? Kommentiere, wir antworten allen.“
  • „Speichern, falls du es später brauchst.“

Content-Ideen nach Branche

Damit du nicht bei null anfängst, hier je Branche vier Beiträge, die in Magdeburg und überall sonst funktionieren:

Handwerk und Bau

  • Baustellen-Tagebuch: ein Projekt von Tag 1 bis Übergabe in Storys
  • „Das passiert, wenn man an der Abdichtung spart“ – ein Schadensfall erklärt
  • Azubi-Woche: Was Auszubildende bei euch wirklich machen
  • Vorher-Nachher einer Sanierung mit drei Sätzen zum Ablauf

Gastronomie und Cafés

  • Das Gericht der Woche entsteht – 20 Sekunden aus der Küche
  • „Reservierung in 30 Sekunden“ – so einfach geht es bei euch
  • Team-Vorstellung: Wer steht am Wochenende am Tresen?
  • Lokaler Bezug: Lieferanten, Markt, Stadtteil, Veranstaltungen

Praxen und Gesundheit

  • „Wann sollte ich mit … zum Arzt?“ – seriös erklärt, ohne Heilversprechen
  • Der erste Termin: Was passiert, was sollte ich mitbringen?
  • Team und Räume: Wer empfängt mich, wie sieht es aus?
  • Antworten auf die drei häufigsten Telefonfragen

Einzelhandel und Onlineshops

  • Neue Ware auspacken – kurz, echt, ohne Werbesprache
  • „So findest du die richtige Größe oder das richtige Modell“
  • Kundenfoto oder Bewertung mit Dank
  • Aktionen mit klarem Zeitraum, nie als Dauerrabatt

Industrie und B2B

  • Projekteinblick: Aufgabe, Lösung, Ergebnis in drei Absätzen auf LinkedIn
  • Fachbeitrag der Geschäftsführung zu einem Branchentrend
  • Arbeitgeber-Beitrag: Ein Tag in der Fertigung oder Entwicklung
  • „Woran erkennt man einen guten Lieferanten?“ – Checkliste

Wiederverwertung: aus einem Inhalt fünf machen

Der größte Zeitfresser ist es, jeden Beitrag neu zu erfinden. Nutze stattdessen jeden guten Inhalt mehrfach:

  • Ein Blogartikel ergibt fünf Beiträge: Kernaussage als Karussell, drei Einzeltipps als Storys, ein Reel mit der wichtigsten Erkenntnis
  • Eine Referenz ergibt drei Beiträge, ein Reel und eine Story-Serie: Ausgangslage, Umsetzung, Ergebnis, Kundenstimme
  • Eine Kundenfrage aus dem Alltag ergibt einen Beitrag, eine Story mit Fragen-Sticker und einen Eintrag in deine FAQ
  • Ein Reel, das gut lief, darf nach vier Wochen mit neuem Einstieg noch einmal erscheinen – die meisten haben es beim ersten Mal nicht gesehen

Wer Blog und Social Media kombiniert, sollte die Themen ordnen, damit sich Inhalte gegenseitig stützen. Wie das geht, steht im Artikel zu internen Links und Themen-Clustern.

Die sieben häufigsten Fehler

  1. Alle Plattformen gleichzeitig starten – und auf keiner regelmäßig sein.
  2. Nur Werbung posten – Logo, Slogan, Angebot. Niemand folgt einem Werbekatalog.
  3. Kein Ortsbezug – lokale Kunden wollen sehen, dass du aus ihrer Stadt bist. Nenne Stadtteile, Straßen, Veranstaltungen.
  4. Perfektion abwarten – ein ehrliches Handyvideo schlägt ein Imagevideo, das nie fertig wird.
  5. Kommentare und Nachrichten ignorieren – die Anfrage kommt oft über die Direktnachricht, nicht über das Formular.
  6. Link auf die Startseite – der Link in der Bio sollte dorthin führen, wo der nächste Schritt passiert.
  7. Nach zwei Wochen aufgeben – die meisten Profile werden genau dann unsichtbar, wenn der Algorithmus anfängt, sie einzuordnen.

Auswertung nach 30 Tagen: diese Kennzahlen zählen

Wähle drei bis fünf Kennzahlen, die zu deinem Ziel passen, und notiere den Startwert an Tag 1. Likes gehören nicht dazu.

KennzahlWo du sie findestWas sie dir sagt
ProfilbesucheInstagram Insights, LinkedIn-StatistikenWie viele Menschen mehr über dich wissen wollten
Klicks auf die WebsiteInsights plus Analytics deiner WebsiteOb Beiträge Interesse in einen nächsten Schritt verwandeln
Nachrichten und AnfragenPostfach, Kommentare, KontaktformularDer eigentliche Erfolg – Kontakte, die zu Aufträgen werden können
Speicherungen und WeiterleitungenBeitrags-InsightsQualitätssignal: Inhalte, die man behalten oder teilen will
Reichweite bei Nicht-FollowernBeitrags- und Reel-InsightsOb du über dein bestehendes Umfeld hinaus sichtbar wirst
Kennzahlen für die Auswertung nach 30 Tagen

Wichtig: Ändere in den 30 Tagen nicht ständig das Ziel. Der erste Monat baut die Gewohnheit auf und zeigt, welche Formate bei deiner Zielgruppe ankommen. Optimiert wird ab Monat zwei.

Nach Tag 30: so geht es weiter

  • Die drei besten Beiträge des Monats bestimmen die Themen für Monat zwei. Mach mehr davon, in neuen Varianten.
  • Ein Format streichen, das nicht funktioniert hat, statt mehr zu produzieren.
  • Zweite Plattform nur dazu nehmen, wenn die erste stabil läuft – und dann mit angepassten Formaten, nicht mit Kopien.
  • Bezahlte Reichweite lohnt sich jetzt für den Beitrag, der organisch am meisten Anfragen gebracht hat. Mit Postleitzahl-Targeting bleibt das Budget dort, wo deine Kunden sind.
  • Zielseite prüfen: Wenn Klicks kommen, aber keine Anfragen, liegt es meist an der Website, nicht am Beitrag.

Nächster Schritt

Wenn du den Plan selbst umsetzen willst, hast du jetzt alles, was du brauchst: Setup, Rhythmus, Tagesplan, Vorlagen und Kennzahlen. Halte die 30 Tage durch, dann weißt du, was für dein Unternehmen funktioniert.

Wenn du lieber einen Partner hast, der Strategie, Redaktionsplan, Content-Produktion vor Ort, Veröffentlichung und Auswertung übernimmt: Genau das machen wir für Unternehmen aus Magdeburg und der Region – abgestimmt auf Website, Google-Profil und Anfragen, damit Reichweite nicht verpufft.

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FAQ

Wie oft sollte ein kleines Unternehmen pro Woche posten?
Drei Beiträge im Feed plus zwei Story-Blöcke pro Woche reichen für den Start völlig aus. Wichtiger als die Menge ist, dass du diesen Rhythmus sechs bis acht Wochen durchhältst. Unregelmäßige Posting-Wellen bringen weniger als drei feste Termine pro Woche.
Welche Plattform ist für mein Unternehmen die richtige?
Die, auf der deine Kunden täglich Zeit verbringen. Lokale Dienstleister, Gastronomie, Handwerk und Praxen erreichen ihre Kunden meist über Instagram und Facebook, B2B-Unternehmen über LinkedIn, junge Zielgruppen und Bewerber über TikTok. Starte mit einer Plattform und nimm die zweite erst dazu, wenn die erste läuft.
Wie viel Zeit muss ich für Social Media einplanen?
Mit diesem Plan etwa drei Stunden pro Woche: zwei Stunden für die Produktion aller Beiträge an einem festen Tag plus rund 15 Minuten täglich für Kommentare und Nachrichten. Dazu kommt einmalig eine Stunde für Strategie und Profil-Setup.
Brauche ich professionelle Fotos oder Videos?
Nein. Ein aktuelles Smartphone, Tageslicht und ein ruhiger Hintergrund reichen. Echte Einblicke in Team und Arbeit wirken auf Social Media besser als Stockfotos oder überproduzierte Imagefilme. Professionelle Aufnahmen lohnen sich später für Profilbild, Highlights und Anzeigen.
Welche Formate funktionieren zuverlässig?
Kurze Reels mit klarem Einstieg in den ersten zwei Sekunden, Vorher-Nachher-Beiträge, Karussells mit Tipps oder Checklisten, Kundenstimmen, Antworten auf häufige Fragen und Blicke hinter die Kulissen. Reine Werbeposts mit Logo und Slogan funktionieren fast nie.
Wie messe ich, ob Social Media etwas bringt?
Nicht an Likes. Schau auf Profilbesuche, Klicks auf deine Website, Nachrichten und Anfragen sowie Speicherungen und Kommentare als Qualitätssignal. Lege drei bis fünf Kennzahlen fest und vergleiche sie nach 30 Tagen mit dem Startwert.
Brauche ich zusätzlich bezahlte Werbung?
Nicht zum Start. Ads lohnen sich, sobald Angebot, Zielseite und Tracking sauber sind – dann beschleunigen sie, was organisch bereits funktioniert. Wer ohne funktionierende Basis Anzeigen schaltet, bezahlt für Klicks, die nicht zu Anfragen werden.
Was mache ich, wenn ich das alles nicht selbst schaffe?
Dann lohnt sich eine Aufteilung: Du lieferst Einblicke aus dem Alltag, eine Agentur übernimmt Strategie, Redaktionsplan, Schnitt, Texte, Veröffentlichung und Auswertung. Genau das bieten wir mit unserem Social Media Marketing für Unternehmen aus Magdeburg und der Region an.