
Tag-für-Tag-Plan, Hook-Vorlagen, Zeitbudget, Formate je Plattform und Kennzahlen – so bringt Social Media in 30 Tagen regelmäßig Anfragen, auch mit kleinem Team und ohne Agentur-Budget.
Die meisten kleinen Unternehmen posten, „wenn gerade Zeit ist“. Das Ergebnis: drei Beiträge in einer Woche, dann sechs Wochen Funkstille, dann ein schlechtes Gewissen. Social Media funktioniert so nicht – nicht, weil die Inhalte schlecht wären, sondern weil Regelmäßigkeit fehlt.
Dieser Guide gibt dir einen realistischen 30-Tage-Plan, der mit rund drei Stunden pro Woche funktioniert. Du bekommst:
- eine Checkliste für das Profil-Setup, damit deine Beiträge überhaupt zu Anfragen führen können
- eine ehrliche Entscheidungshilfe, welche Plattform zu deinem Unternehmen passt
- einen Tag-für-Tag-Plan für vier Wochen mit Format, Thema und Handlungsaufforderung
- Vorlagen für Hooks, Captions, Storys und Reels, die du direkt übernehmen kannst
- Content-Ideen für Handwerk, Gastronomie, Praxen, Einzelhandel und B2B
- die Kennzahlen, an denen du nach 30 Tagen erkennst, ob es sich lohnt
Geschrieben ist der Plan für Unternehmen mit kleinem Team: Inhaber, die Social Media nebenbei machen, oder Mitarbeitende, die das Thema zusätzlich übernommen haben. Er funktioniert für einen Handwerksbetrieb in Magdeburg genauso wie für eine Praxis, ein Café oder ein B2B-Unternehmen.
Was du in 30 Tagen erreichen kannst – und was nicht
Social Media muss für ein Unternehmen nicht „viral“ gehen. Für die meisten Betriebe ist Social Media erfolgreich, wenn es drei Dinge leistet:
- Vertrauen aufbauen, bevor jemand anruft: Wer dein Team, deine Arbeit und deine Kundenstimmen gesehen hat, fragt leichter an.
- Das Angebot verständlich machen: Was du machst, für wen, was es ungefähr kostet und wie der Ablauf ist.
- Regelmäßig Kontakte erzeugen: Nachrichten, Profilbesuche, Klicks auf die Website, Terminanfragen.
Realistisch nach 30 Tagen: ein Profil, das dein Unternehmen erklärt, ein fester Rhythmus, erste Reaktionen aus deinem Umfeld und die ersten Anfragen, die sich auf einen Beitrag beziehen. Nicht realistisch: tausende Follower oder ein voller Auftragskalender allein durch Posts. Die ersten 30 Tage sind dafür da, die Gewohnheit aufzubauen und herauszufinden, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe ankommen.
Tipp: Wenn deine Website Anfragen noch nicht sauber aufnimmt, arbeite parallel daran. Social Media bringt Besucher, die Website muss sie in Kontakte verwandeln. Wie das geht, steht im Landingpage Guide.
Bevor du postest: das Einmal-Setup
Der beste Beitrag verpufft, wenn das Profil nicht erklärt, wer du bist und wie man dich erreicht. Plane für diese Checkliste eine Stunde ein – sie wirkt jeden Tag der nächsten 30.
| Baustein | Woran du erkennst, dass es passt |
|---|---|
| Profilname | Enthält Firmenname und Leistung, z. B. „Elektro Müller · Magdeburg“ statt nur „emueller_1987“ |
| Profilbild | Logo oder Gesicht des Inhabers, auch klein noch erkennbar |
| Bio / Beschreibung | Beantwortet in zwei Zeilen: Was bietest du, für wen, wo? Plus ein klarer nächster Schritt |
| Link in der Bio | Führt auf eine passende Seite (Leistung, Termin, Kontakt), nicht blind auf die Startseite |
| Kontaktwege | Telefon, E-Mail oder WhatsApp sichtbar und mit einem Tipp erreichbar |
| Highlights / angepinnte Beiträge | Drei bis fünf Inhalte, die euch erklären: Angebot, Ablauf, Referenzen, häufige Fragen |
| Google Unternehmensprofil | Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen aktuell, Link zu Social Media hinterlegt |
| Tracking und Einwilligung | Website-Klicks aus Social Media sind messbar, Cookie-Banner ist sauber eingerichtet |
Für lokale Unternehmen gehört das Google Unternehmensprofil zum Setup dazu, weil viele Interessenten nach dem Instagram-Besuch noch einmal bei Google nachschauen. Was dort wichtig ist, erklärt der Guide zu lokalem SEO in Magdeburg. Wie du Klicks und Anfragen DSGVO-konform misst, steht im Artikel zu Cookie-Banner und Tracking.
Welche Plattform? Eine ehrliche Entscheidungshilfe
Der häufigste Fehler zum Start: alle Plattformen gleichzeitig. Wähle eine Hauptplattform, auf der deine Kunden wirklich sind, und nimm eine zweite erst dazu, wenn die erste vier Wochen stabil läuft.
| Plattform | Passt zu | Formate, die dort funktionieren | Aufwand zum Start |
|---|---|---|---|
| Gastronomie, Handwerk, Einzelhandel, Praxen, lokale Dienstleister | Reels, Storys, Karussells, Vorher-Nachher | Mittel – Bilder und kurze Videos nötig | |
| Kunden über 35, Vereine, Stadtteil-Publikum, Veranstaltungen | Beiträge mit Foto, lokale Gruppen, Events, Anzeigen mit PLZ-Targeting | Niedrig – Beiträge lassen sich von Instagram übernehmen | |
| TikTok | Junge Zielgruppen, Ausbildung und Fachkräfte, Betriebe mit sichtbarer Arbeit | Kurzvideos aus dem Alltag, Serien, Antworten auf Fragen | Mittel – regelmäßig Video, aber roh statt poliert |
| Industrie, B2B-Dienstleister, Beratung, Arbeitgeberauftritt | Fachbeiträge, Projekteinblicke, Personal Branding der Geschäftsführung | Niedrig bis mittel – Text zählt mehr als Video | |
| Google Unternehmensprofil | Jedes lokale Unternehmen | Beiträge, Fotos, Angebote, Bewertungen | Niedrig – zehn Minuten pro Woche |
Faustregel: Lokale Kunden findest du auf Instagram und Facebook, Geschäftskunden auf LinkedIn, Nachwuchs auf TikTok. Das Google Unternehmensprofil läuft immer mit, weil es direkt in der Suche und in Maps erscheint.
Die 4 Content-Säulen, die immer funktionieren
Damit dein Profil nicht einseitig wirkt, verteile deine Beiträge auf vier Säulen. Jede Säule beantwortet eine andere Frage deiner Kunden.
1. Expertise: „Kennen die sich aus?“
Tipps, Anleitungen, Checklisten, Mythen aufklären. Beispiele: „Drei Fehler, die wir bei Badsanierungen ständig sehen“, „So erkennst du, ob dein Auto einen neuen Zahnriemen braucht“, „Was eine Praxis-Website unbedingt braucht“.
2. Vertrauen: „Machen die gute Arbeit?“
Kundenstimmen, Vorher-Nachher, Projekteinblicke, Bewertungen. Beispiele: Ein fertiges Projekt mit zwei Sätzen zur Ausgangslage, eine Google-Bewertung als Grafik, ein kurzes Video vom Kunden bei der Übergabe.
3. Angebot: „Was kostet das und wie läuft es ab?“
Leistungen erklären, Preisspannen nennen, Ablauf zeigen, häufige Fragen beantworten. Beispiele: „Was ist bei einer Dachreinigung inklusive – und was nicht“, „So läuft der erste Termin bei uns ab“, „Woraus sich unser Preis zusammensetzt“.
4. Persönlichkeit: „Wer steckt dahinter?“
Team, Werte, Arbeitsalltag, Standort. Beispiele: Vorstellung neuer Mitarbeitender, ein Blick in die Werkstatt am Montagmorgen, warum ihr bestimmte Materialien nicht mehr verwendet.
Tipp: Wenn du nur eine Säule bespielst, wirkt dein Profil entweder wie ein Werbekatalog (nur Angebot) oder wie ein privates Album (nur Persönlichkeit). Erst die Mischung erzeugt das Bild eines Unternehmens, dem man eine Anfrage schickt.
Rhythmus und Zeitbudget: drei Stunden pro Woche reichen
Für 30 Tage empfehlen wir einen festen Rhythmus, den ein kleines Team wirklich durchhält:
- 3 Beiträge im Feed pro Woche, zum Beispiel Montag, Mittwoch, Freitag
- 2 Story-Blöcke pro Woche mit jeweils drei bis sechs Slides, zum Beispiel Dienstag und Donnerstag
- 1 Wiederverwertung pro Woche: ein starker Beitrag als Story, Reel oder in anderer Form noch einmal
Das ergibt im Monat 12 Beiträge, 8 Story-Blöcke und 4 Wiederholungen. Der Zeitbedarf:
| Aufgabe | Wann | Dauer |
|---|---|---|
| Strategie: Zielgruppe, Angebot, vier Säulen, zwei Handlungsaufforderungen | Einmalig in Woche 1 | 1 Stunde |
| Produktion aller Beiträge und Storys der Woche | Ein fester Termin, z. B. Freitagnachmittag | 2 Stunden |
| Kommentare, Nachrichten, eine spontane Story | Täglich | 15 Minuten |
Der entscheidende Punkt ist der feste Produktionstermin. Wer jeden Beitrag einzeln „aus dem Bauch“ erstellt, ist nach zwei Wochen raus. Wer freitags alle Inhalte der nächsten Woche vorbereitet und vorplant, hat unter der Woche nur noch die Community zu betreuen.
Der 30-Tage-Plan Tag für Tag
Der Plan ist modular: Tausche Themen gegen deine Branche, behalte aber Reihenfolge und Mischung der Säulen bei. Jede Woche hat einen Schwerpunkt, damit dein Profil in 30 Tagen ein rundes Bild ergibt.
Woche 1: Positionierung und Vertrauen
| Tag | Format | Säule | Inhalt | Handlungsaufforderung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Beitrag (Foto oder Karussell) | Angebot | „Wem wir helfen und welches Ergebnis wir liefern“ – dein Unternehmen in drei Sätzen | „Folge uns, wenn du …“ |
| 2 | Story-Block | Persönlichkeit | Rundgang durch Werkstatt, Praxis oder Büro, Team kurz vorstellen | Umfrage: „Kanntet ihr uns schon?“ |
| 3 | Reel oder Karussell | Expertise | „Drei Fehler, die wir bei … ständig sehen“ | „Speichern für später“ |
| 4 | Story-Block | Expertise | „Frag uns was“ mit Fragen-Sticker, Antworten am nächsten Tag | Fragen-Sticker |
| 5 | Beitrag | Angebot | „So läuft ein Projekt bei uns ab“ in drei bis fünf Schritten | „Schreib uns bei Fragen“ |
| 6 | Wiederverwertung | Vertrauen | Beste Antwort aus dem „Frag uns was“ als Beitrag | – |
| 7 | Pause | – | Kommentare beantworten, Zahlen kurz anschauen | – |
Woche 2: Angebot und Einwände
| Tag | Format | Säule | Inhalt | Handlungsaufforderung |
|---|---|---|---|---|
| 8 | Karussell | Angebot | „Was ist bei … inklusive – und was nicht“ | „Angebot anfragen: Link in der Bio“ |
| 9 | Story-Block | Angebot | Einen typischen Einwand auflösen („zu teuer“, „dauert zu lange“) | Umfrage mit zwei Antworten |
| 10 | Beitrag | Angebot | Häufige Frage: „Was kostet das?“ mit ehrlicher Preisspanne und Einflussfaktoren | „Preisliste per Nachricht“ |
| 11 | Story-Block | Persönlichkeit | Kurzer Einblick in den Arbeitsalltag, ein Handgriff, ein Werkzeug | Slider-Sticker |
| 12 | Beitrag oder Reel | Vertrauen | Mini-Referenz: Ausgangslage, Umsetzung, Ergebnis – mit Foto | „Ähnliches Projekt? Melde dich“ |
| 13 | Wiederverwertung | Angebot | Beitrag von Tag 8 als Story mit Link | Link-Sticker |
| 14 | Pause | – | Nachrichten beantworten, Bewertungen anfragen | – |
Woche 3: Expertise mit klarer Umsetzung
| Tag | Format | Säule | Inhalt | Handlungsaufforderung |
|---|---|---|---|---|
| 15 | Karussell | Expertise | Checkliste: „Das solltest du vor … prüfen“ | „Speichern und weiterschicken“ |
| 16 | Story-Block | Vertrauen | Vorher-Nachher mit Wisch-Effekt oder zwei Slides | Reaktions-Sticker |
| 17 | Reel | Expertise | „So sollte … aussehen – und so nicht“ (Do und Don’t) | „Kommentiere deine Frage“ |
| 18 | Story-Block | Expertise | Umfrage: „Welches Thema interessiert euch als Nächstes?“ | Umfrage |
| 19 | Beitrag | Persönlichkeit | „Das Werkzeug oder die Methode, die wir jeden Tag nutzen – und warum“ | „Folgen für mehr Einblicke“ |
| 20 | Wiederverwertung | Expertise | Bestes Reel der Woche als Story, mit Ergebnis der Umfrage | – |
| 21 | Pause | – | Kommentare, Nachrichten, Zahlen notieren | – |
Woche 4: Anfragen und Wiederverwertung
| Tag | Format | Säule | Inhalt | Handlungsaufforderung |
|---|---|---|---|---|
| 22 | Beitrag | Angebot | „Die eine Sache, die bei uns am häufigsten angefragt wird“ | „Termin sichern: Link in der Bio“ |
| 23 | Story-Block | Vertrauen | Zwei bis drei Kundenstimmen als Grafik oder Screenshot | Link-Sticker zur Kontaktseite |
| 24 | Karussell | Expertise | Rückblick: „Die drei wichtigsten Learnings aus diesem Monat“ | „Speichern“ |
| 25 | Story-Block | Angebot | „Was passiert nach deiner Anfrage?“ – Ablauf in drei Slides | „Schreib uns ‚INFO‘“ |
| 26 | Beitrag | Persönlichkeit | Team-Dank oder Blick nach vorn: „Das kommt im nächsten Monat“ | „Folgen“ |
| 27 | Wiederverwertung | Vertrauen | Beste Referenz des Monats noch einmal als Reel | „Anfrage per Nachricht“ |
| 28 – 30 | Auswertung | – | Kennzahlen vergleichen, beste drei Beiträge notieren, Plan für den nächsten Monat | – |
Wenn du nur ein Format schaffst, streiche zuerst die Wiederverwertung, dann die zweite Story. Die drei Feed-Beiträge pro Woche sind der Kern.
Vorlagen: Hooks, Captions, Storys und Reels
Hook-Formeln für die ersten zwei Sekunden
Der erste Satz entscheidet, ob jemand weiterliest oder weiterscrollt. Diese Einstiege funktionieren branchenübergreifend:
- „Drei Fehler, die wir bei … ständig sehen.“
- „Wenn du … willst, mach zuerst das: …“
- „Vorher und nachher: So hat sich … verändert.“
- „Was kostet …? Die ehrliche Antwort.“
- „Das fragt uns jeder zweite Kunde: …“
- „Bevor du … beauftragst, prüfe diese fünf Punkte.“
- „So sieht ein ganz normaler Dienstag bei uns aus.“
- „Das machen wir in Projekten nie – und warum.“
Struktur für Karussells und LinkedIn-Beiträge
- Erste Seite: Hook und klares Problem
- Zweite Seite: Warum das Problem entsteht
- Seiten drei bis fünf: Lösung in Schritten, je Seite ein Gedanke
- Letzte Seite: Zusammenfassung in einem Satz plus Handlungsaufforderung
Ablauf für einen Story-Block mit fünf Slides
- Frage oder Situation aus dem Alltag („Kennt ihr das?“)
- Kurzer Einblick als Foto oder Video
- Der eigentliche Tipp oder die Erklärung
- Interaktion: Umfrage, Fragen-Sticker oder Slider
- Nächster Schritt: Link, „Schreib uns“ oder Hinweis auf den Beitrag
Skript für ein Reel von 15 bis 30 Sekunden
- Sekunde 0 bis 2: Hook als Text im Bild und gesprochen
- Sekunde 2 bis 20: drei kurze Szenen, die den Tipp oder das Ergebnis zeigen
- Letzte Sekunden: Ergebnis oder Fazit plus Handlungsaufforderung
- Immer mit Untertiteln, weil die meisten ohne Ton schauen
Handlungsaufforderungen, die nicht aufdringlich wirken
- „Wenn du das bei dir prüfen willst: Link in der Bio.“
- „Schreib uns kurz ‚CHECK‘, dann schicken wir dir die Checkliste.“
- „Fragen dazu? Kommentiere, wir antworten allen.“
- „Speichern, falls du es später brauchst.“
Content-Ideen nach Branche
Damit du nicht bei null anfängst, hier je Branche vier Beiträge, die in Magdeburg und überall sonst funktionieren:
Handwerk und Bau
- Baustellen-Tagebuch: ein Projekt von Tag 1 bis Übergabe in Storys
- „Das passiert, wenn man an der Abdichtung spart“ – ein Schadensfall erklärt
- Azubi-Woche: Was Auszubildende bei euch wirklich machen
- Vorher-Nachher einer Sanierung mit drei Sätzen zum Ablauf
Gastronomie und Cafés
- Das Gericht der Woche entsteht – 20 Sekunden aus der Küche
- „Reservierung in 30 Sekunden“ – so einfach geht es bei euch
- Team-Vorstellung: Wer steht am Wochenende am Tresen?
- Lokaler Bezug: Lieferanten, Markt, Stadtteil, Veranstaltungen
Praxen und Gesundheit
- „Wann sollte ich mit … zum Arzt?“ – seriös erklärt, ohne Heilversprechen
- Der erste Termin: Was passiert, was sollte ich mitbringen?
- Team und Räume: Wer empfängt mich, wie sieht es aus?
- Antworten auf die drei häufigsten Telefonfragen
Einzelhandel und Onlineshops
- Neue Ware auspacken – kurz, echt, ohne Werbesprache
- „So findest du die richtige Größe oder das richtige Modell“
- Kundenfoto oder Bewertung mit Dank
- Aktionen mit klarem Zeitraum, nie als Dauerrabatt
Industrie und B2B
- Projekteinblick: Aufgabe, Lösung, Ergebnis in drei Absätzen auf LinkedIn
- Fachbeitrag der Geschäftsführung zu einem Branchentrend
- Arbeitgeber-Beitrag: Ein Tag in der Fertigung oder Entwicklung
- „Woran erkennt man einen guten Lieferanten?“ – Checkliste
Wiederverwertung: aus einem Inhalt fünf machen
Der größte Zeitfresser ist es, jeden Beitrag neu zu erfinden. Nutze stattdessen jeden guten Inhalt mehrfach:
- Ein Blogartikel ergibt fünf Beiträge: Kernaussage als Karussell, drei Einzeltipps als Storys, ein Reel mit der wichtigsten Erkenntnis
- Eine Referenz ergibt drei Beiträge, ein Reel und eine Story-Serie: Ausgangslage, Umsetzung, Ergebnis, Kundenstimme
- Eine Kundenfrage aus dem Alltag ergibt einen Beitrag, eine Story mit Fragen-Sticker und einen Eintrag in deine FAQ
- Ein Reel, das gut lief, darf nach vier Wochen mit neuem Einstieg noch einmal erscheinen – die meisten haben es beim ersten Mal nicht gesehen
Wer Blog und Social Media kombiniert, sollte die Themen ordnen, damit sich Inhalte gegenseitig stützen. Wie das geht, steht im Artikel zu internen Links und Themen-Clustern.
Die sieben häufigsten Fehler
- Alle Plattformen gleichzeitig starten – und auf keiner regelmäßig sein.
- Nur Werbung posten – Logo, Slogan, Angebot. Niemand folgt einem Werbekatalog.
- Kein Ortsbezug – lokale Kunden wollen sehen, dass du aus ihrer Stadt bist. Nenne Stadtteile, Straßen, Veranstaltungen.
- Perfektion abwarten – ein ehrliches Handyvideo schlägt ein Imagevideo, das nie fertig wird.
- Kommentare und Nachrichten ignorieren – die Anfrage kommt oft über die Direktnachricht, nicht über das Formular.
- Link auf die Startseite – der Link in der Bio sollte dorthin führen, wo der nächste Schritt passiert.
- Nach zwei Wochen aufgeben – die meisten Profile werden genau dann unsichtbar, wenn der Algorithmus anfängt, sie einzuordnen.
Auswertung nach 30 Tagen: diese Kennzahlen zählen
Wähle drei bis fünf Kennzahlen, die zu deinem Ziel passen, und notiere den Startwert an Tag 1. Likes gehören nicht dazu.
| Kennzahl | Wo du sie findest | Was sie dir sagt |
|---|---|---|
| Profilbesuche | Instagram Insights, LinkedIn-Statistiken | Wie viele Menschen mehr über dich wissen wollten |
| Klicks auf die Website | Insights plus Analytics deiner Website | Ob Beiträge Interesse in einen nächsten Schritt verwandeln |
| Nachrichten und Anfragen | Postfach, Kommentare, Kontaktformular | Der eigentliche Erfolg – Kontakte, die zu Aufträgen werden können |
| Speicherungen und Weiterleitungen | Beitrags-Insights | Qualitätssignal: Inhalte, die man behalten oder teilen will |
| Reichweite bei Nicht-Followern | Beitrags- und Reel-Insights | Ob du über dein bestehendes Umfeld hinaus sichtbar wirst |
Wichtig: Ändere in den 30 Tagen nicht ständig das Ziel. Der erste Monat baut die Gewohnheit auf und zeigt, welche Formate bei deiner Zielgruppe ankommen. Optimiert wird ab Monat zwei.
Nach Tag 30: so geht es weiter
- Die drei besten Beiträge des Monats bestimmen die Themen für Monat zwei. Mach mehr davon, in neuen Varianten.
- Ein Format streichen, das nicht funktioniert hat, statt mehr zu produzieren.
- Zweite Plattform nur dazu nehmen, wenn die erste stabil läuft – und dann mit angepassten Formaten, nicht mit Kopien.
- Bezahlte Reichweite lohnt sich jetzt für den Beitrag, der organisch am meisten Anfragen gebracht hat. Mit Postleitzahl-Targeting bleibt das Budget dort, wo deine Kunden sind.
- Zielseite prüfen: Wenn Klicks kommen, aber keine Anfragen, liegt es meist an der Website, nicht am Beitrag.
Nächster Schritt
Wenn du den Plan selbst umsetzen willst, hast du jetzt alles, was du brauchst: Setup, Rhythmus, Tagesplan, Vorlagen und Kennzahlen. Halte die 30 Tage durch, dann weißt du, was für dein Unternehmen funktioniert.
Wenn du lieber einen Partner hast, der Strategie, Redaktionsplan, Content-Produktion vor Ort, Veröffentlichung und Auswertung übernimmt: Genau das machen wir für Unternehmen aus Magdeburg und der Region – abgestimmt auf Website, Google-Profil und Anfragen, damit Reichweite nicht verpufft.



