
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage – und gleichzeitig die schwierigste, wenn man nur mit Pauschalen antwortet. Sinnvoller ist: Kosten = Umfang + Ziele + Qualität.
Damit du wirklich etwas damit anfangen kannst, bekommst du hier einen realistischen Leitfaden:
- welche Entscheidungen Preis und Dauer wirklich bestimmen
- wie ein sauberer Prozess aussieht (damit es nicht eskaliert)
- was du vorbereiten solltest (Briefing), um Zeit und Geld zu sparen
- woran du erkennst, ob ein Angebot „zu billig“ oder „zu vage“ ist
Wenn du erstmal einen groben Überblick willst: Was kostet eine Website?
Kurz vorweg: Wofür soll die Website arbeiten?
Die wichtigste Frage ist nicht „wie viele Seiten“, sondern „welches Ziel“:
- Leads (Anfragen, Erstgespräch, Termin)
- Recruiting (Bewerbungen)
- Brand/Vertrauen (Außenwirkung, Pitch, Referenzen)
- E-Commerce (Shop, Warenkorb, Zahlungen)
Je nach Ziel ändern sich Struktur, Content und notwendige Features.
1) Umfang greifbar machen: 3 typische Website-Stufen
Damit Budgets nicht „gefühlt“ sind, hilft eine grobe Einteilung:
A) Kleine Business-Website (Basis)
- Startseite + 3–6 Unterseiten (Leistung, Über uns, Kontakt, Rechtliches)
- saubere Mobile-UX, Performance-Basics
- SEO-Basics (Indexierung, Titles, interne Links)
B) Marketing-Website (Conversion + SEO)
- mehrere Leistungsseiten + ggf. Landingpages
- Conversion-Konzept (Funnel, Proof, FAQ)
- Tracking/Events + Consent sauber
- Content-Struktur (Topic Cluster) und interne Links
C) Individuell/Produkt (mehr Features)
- Integrationen (CRM, Buchung, Portale)
- Komponenten/Designsystem umfangreicher
- mehr QA, mehr Edge Cases
Du musst dich nicht auf ein Label festnageln – aber du brauchst eine gemeinsame Sprache für den Umfang.
2) Der typische Prozess (damit es nicht eskaliert)
Kickoff → Struktur → Design → Umsetzung → Inhalte → QA → Launch
Das klingt banal, aber: Die meisten Budget-/Zeit-Probleme kommen aus fehlender Struktur.
Was „fehlende Struktur“ in der Praxis heißt:
- Inhalte kommen zu spät → Umsetzung blockiert
- Feedback-Schleifen sind unklar → Design zieht sich
- keine Entscheidung über Ziele/Zielgruppe → Texte werden beliebig
3) Timeline: realistische Schritte (2–6 Wochen +)
Ein typischer Zeitplan (für viele Business-/Marketing-Websites):
- Woche 1 (Kickoff & Scope): Ziele, Zielgruppe, Angebot, Seitenstruktur, Content-Plan
- Woche 2 (Design): Designsystem + Startseite/Key-Sections als Referenz
- Woche 3–4 (Umsetzung): Unterseiten, Komponenten, Mobile, Performance-Basics
- Woche 5 (SEO/Tracking/Forms): Indexierung, Canonicals, Events, Consent, QA
- Woche 6 (Puffer/Launch): letzte Korrekturen, Redirects, Launch-Check, Monitoring
Bei größeren Projekten wird daraus eher „in Phasen“ als „in Wochen“ geplant.
Für Launch-Qualität: Website-Checkliste Launch
4) Die größten Kosten-Treiber (die du vorher festnageln solltest)
Die teuersten Dinge sind selten „ein Button mehr“ – sondern Unklarheit und Content.
Typische Treiber:
- Texte & Content (oft unterschätzt): wer schreibt? wer liefert Bilder/Cases?
- Struktur & Conversion-Logik: Landingpage-Logik statt „schönes Design“
- SEO-Basics: Indexierung, Canonicals, interne Links (muss sauber geplant sein)
- Tracking/Consent: sauber implementiert, nicht „GA rein und fertig“
- Feedback-Runden: klar begrenzen/strukturieren, sonst wird’s endlos
- Integrationen: Form → CRM, Terminbuchung, Newsletter, Chat, Maps etc.
Tracking/Consent als Prozess: Consent & Tracking 2026
5) Was du IMMER einplanen solltest (auch bei kleinen Websites)
- klare CTA-Route (Kontakt/Angebot)
- schnelle Ladezeit (LCP/INP)
- saubere Indexierung (Sitemap/Robots)
- rechtliche Seiten (Impressum/Datenschutz) gut auffindbar
Performance-Basis: Core Web Vitals erklärt
6) Conversion: die Website muss Anfragen bringen
Viele Websites scheitern nicht an SEO, sondern daran, dass sie nicht konvertieren.
Für Hebel: Landingpage, die konvertiert
7) Briefing-Checkliste (spart dir Zeit, Geld und Nerven)
Wenn du das vor dem Start einmal sammelst, läuft das Projekt deutlich schneller:
- Ziel der Website (Leads/Recruiting/Brand)
- Zielgruppe (wer genau soll anfragen?)
- Angebot/Leistungen (3–7 Kernpunkte)
- Seitenliste (welche Seiten müssen wirklich live?)
- Beispiele/Referenzen (2–5 Projekte, Ergebnisse)
- Bilder/Branding (Logo, Farben, ggf. Fotos)
- Tonalität (seriös, direkt, locker?)
- Kontaktweg (Formular, Telefon, Terminbuchung)
- Tracking-Ziele (welche Lead-Events?)
Je klarer das ist, desto weniger „Nachrunden“ entstehen.
8) Red Flags bei Angeboten (damit du nicht teuer nachzahlst)
- Preis ohne klare Seitenliste/Umfang
- „SEO inklusive“ ohne zu sagen was genau (Indexierung? Inhalte? Technik?)
- keine Aussage zu Performance/Mobile
- keine QA-/Launch-Phase vorgesehen
- kein Plan für Weiterleitungen beim Relaunch (Rankings-Risiko)
Nächster Schritt
Wenn du mir kurz Ziel (Leads/Recruiting/Brand) und Umfang sagst, schätzen wir Aufwand + Timeline sauber ein.


